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Sterbegeld bei einem Trauerfall

Was ist Sterbegeld?

Ein Sterbegeld soll alle anfallenden Kosten für eine Beerdigung sowie gegebenenfalls die anschließende Grabpflege abdecken. Es wird beim Tod an die Hinterbliebenen beziehungsweise Begünstigten ausbezahlt, die damit die Friedhofsgebühren, den Bestatter, die Trauerfeier, den Steinmetz und den Friedhofsgärtner bezahlen.

Einen generellen Anspruch auf ein gesetzliches Sterbegeld im Todesfall gibt es nicht. Eine private Vorsorge zur Finanzierung des Sterbegeldes ist deshalb sinnvoll. Mit einer Sterbegeldversicherung werden die Hinterbliebenen finanziell entlastet. In Kombination mit einem Bestattungsvorsorgevertrag kann jeder die individuellen Wünsche zur eigenen Beerdigung festlegen.

  • Das Sterbegeld dient dazu, alle Kosten rund um die Bestattung zu bezahlen.
  • Der Staat zahlt kein Sterbegeld, deshalb ist die private Vorsorge wichtig.

Ursprung des Sterbegeldes - die Bismarck’sche Sozialgesetzgebung

Die Sozialversicherung in Deutschland entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Deutschen Kaiserreich und galt damals als Vorreiter der staatlichen Sozialsysteme. Reichskanzler Otto von Bismarck war für die Einführung der Arbeiterversicherung verantwortlich. Der Reichstag verabschiedete am 15. Juni 1883 das „Gesetz, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter“ – die weltweit erste Sozialversicherung.

Mit der Einführung der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht für gewerbliche Arbeiter hatten die Versicherten einen Rechtsanspruch auf Sachleistungen wie freie ärztliche Behandlung, Arzneimittel und Geldleistungen wie Krankengeld und Sterbegeld. Schon damals durften die Krankenkassen Mehrleistungen anbieten und auch Familienangehörige aufnehmen. 

  • Sterbegeld gab es in Deutschland erstmals Ende des 19. Jahrhunderts mit der Einführung der weltweit ersten Sozialversicherung für Arbeiter.

Sterbegeld der gesetzlichen Krankenversicherung

Bis Ende 2003 zahlten die gesetzlichen Krankenkassen beim Tod eines Versicherten an die Hinterbliebenen ein Sterbegeld. Dieses betrug im Jahr 1998 noch 3.100 Euro und wurde nach und nach auf 525 Euro gekürzt.

Mit der Gesundheitsreform 2004 haben die gesetzlichen Krankenkassen das Sterbegeld aus dem Leistungskatalog gestrichen und somit in die Verantwortung über die Bestattung den Bürgern zurückgegeben. Die Angehörigen erhalten beim Tod eines lieben Menschen seitdem keine finanzielle Unterstützung mehr von der Krankenkasse.

  • Sterbegeld von den Krankenkassen gibt es seit 2004 nicht mehr.
  • Eine finanzielle Unterstützung bieten die Krankenkassen im Todesfall nicht an.
Sterbegeld der Unfallversicherung

Sterbegeld der Unfallversicherung

Beim Tod infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit zahlt die gesetzliche Unfallversicherung ein Sterbegeld aus. Die Höhe beträgt ein Siebtel der zum Todeszeitpunkt geltenden Bezugsgröße. Weder die Höhe der tatsächlichen Bestattungskosten noch der Verdienst des Arbeitnehmers zum Todeszeitpunkt haben einen Einfluss auf diese Regelung.

Im Jahr 2017 lag die Bezugsgröße in den alten Bundesländern bei 35.700 Euro, in den neuen Ländern bei 31.920 Euro. Das Sterbegeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung betrug demnach 5.100 Euro bzw. 4.560 Euro.

Kinder im Kindergarten, Schüler in der Schule und Studierende in der Hochschule sowie auf dem direkten Weg zur Einrichtung und zurück erhalten von der Unfallversicherung im Todesfall auch ein Sterbegeld, da es sich rechtlich um einen Arbeitsunfall handelt.

  • Tritt der Tod durch einen Arbeitsunfall oder durch eine anerkannte Berufskrankheit ein, zahlt die gesetzliche Unfallversicherung ein Siebtel der aktuell gültigen Bezugsgröße. 

Sterbegeld der gesetzlichen Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt kein Sterbegeld. Allerdings erhalten die Ehepartner der Verstorbenen im ersten Vierteljahr der Witwen- beziehungsweise Witwerrente die volle Rente des Rentenversicherten ausgezahlt. Diese drei Monate werden auch als Sterbeüberbrückungszeit bezeichnet.

Die entsprechenden Formalitäten erledigt häufig das Bestattungsunternehmen, damit aus den Geldern zunächst die Rechnung für die Bestattung bezahlt werden kann. Es ist jedoch zu beachten, dass auch die laufenden Haushaltskosten der Witwe bzw. des Witwers wie Miete und Nebenkosten aus diesen Mitteln gedeckt werden müssen, wenn diese Lebenshaltungskosten bisher aus den Rentenbezügen des Verstorbenen gedeckt wurden. Der erhöhte Rentenbetrag soll für den Hinterbliebenen den finanziellen Übergang auf die veränderten Verhältnisse nach dem Tod des Ehepartners erleichtern.

  • Im Todesfall zahlt die gesetzliche Rentenversicherung der Witwe oder dem Witwer in der dreimonatigen Sterbeüberbrückungszeit die volle Rente des Verstorbenen aus.

Sterbegeld Vorsorge für Beamte und Arbeitnehmer

Die Hinterbliebenen von Beamten und Beamten im Ruhestand erhalten einmalig ein Sterbegeld in Höhe der zweifachen Dienstbezüge beziehungsweise des zweifachen Ruhegehaltes des Verstorbenen. Dies ist in Paragraf 18 des Beamtenversorgungsgesetzes geregelt.

Einige Firmen zahlen darüber hinaus freiwillig ein Totengeld, wenn ein Arbeitnehmer verstirbt. Dies ist dann entweder im Tarif- oder im Arbeitsvertrag geregelt. Auch in welcher Höhe das Sterbegeld gezahlt wird, ist hierbei schriftlich festgehalten. Solche Regelungen sind allerdings eher die Ausnahme.

  • Beim Tod eines Beamten erhalten die Hinterbliebenen ein Sterbegeld in Höhe der zweifachen Dienstbezüge/Ruhegehälter.
  • Einige Arbeitgeber zahlen freiwillig ein Sterbegeld; diese Regelung muss jedoch Bestandteil des Tarif- oder Arbeitsvertrags sein.
Sterbegeld vom Sozialamt

Sterbegeld vom Sozialamt

Reine Sterbegeldzahlungen aus den oben genannten Quellen sind eher die Ausnahme. Einen generellen Anspruch auf ein gesetzliches Sterbegeld gibt es nicht. Häufig bleiben die Angehörigen ohne ausreichende finanzielle Unterstützung zurück und müssen im schlimmsten Fall bei der Gestaltung der Bestattung Abstriche machen.

Wer sowohl die Belastung der Hinterbliebenen verhindern will als auch keine Kompromisse bei der eigenen Beerdigung eingehen möchte, kann mit einer privaten Sterbegeldversicherung vorsorgen. Diese zahlt bei Tod ein Sterbegeld in vereinbarter Höhe an die Hinterbliebenen aus.

Sinnvollerweise wird die Sterbegeldversicherung bei einem Bestatter mit einem Bestattungsvorsorgevertrag gekoppelt. Dadurch ist das Kapital für die Bestattung rechtssicher zweckgebunden und die eigenen Wünsche zur Bestattung werden im Vorfeld festgelegt.

Lesen sie weiter zum Thema: Ist das Sterbegeld vor dem Zugriff des Sozialhilfeträgers geschützt?

Vorsorge für Familien

Bei uns sind häufig die Familienmitglieder aus mehreren Generationen versichert. Erwachsene sorgen sich häufig vorausschauend um die späteren Begräbniskosten Ihrer Eltern und erkundigen sich, ob die Absicherung der Eltern bei der SOLIDAR möglich ist.

Häufig wird bei dieser Gelegenheit die ganze Familie bei uns versichert. Je jünger die Familienmitglieder sind, desto günstiger wird die Versicherungsprämie.

Daher sind oft komplette Familienverbünde über mehrere Generationen bei der SOLIDAR versichert. Künftige Beerdigungskosten können dann nicht zu Liquiditätsengpässen in der Familie führen.

Die Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen ermöglicht bis zum fortgeschrittenen Alter eine komplette Absicherung der Familie. Denn eine Beerdigung ist teuer und kann die Hinterbliebenen nach einem Todesfall unter Umständen sogar in finanzielle Nöte bringen. Davor können Sie Ihre Lieben mit einer Sterbegeldversicherung schützen.

Absicherung für Singles

Der Anteil von Singlehaushalten ist insbesondere in den Ballungsgebieten deutlich größer als früher. Daher ist der Anteil von Menschen unter den Singles besonders groß, die sich zu Lebzeiten Gedanken über ein angemessenes Begräbnis machen, um das Thema nicht ihren entfernten Verwandten oder Bekannten überlassen zu müssen.

Nutzen Sie hierfür einen Bestattungsvorsorgevertrag. Dieser enthält neben Angaben zur Art der Bestattung auch Regelungen zur Gestaltung des Grabsteins oder den Ablauf der Trauerfeier.

Die Sterbegeldversicherung ist für Singles eine ideale finanzielle Vorsorge für das spätere Begräbnis:

  • Hält man seine Wünsche schriftlich im Testament fest, können sich Probleme ergeben.
  • Einerseits wird die Bestattung nicht zwingend von den Erben organisiert.
  • Andererseits wird das Testament zuweilen erst nach der Beerdigung geöffnet.
  • Selbst wenn die Erben den Wünschen des Verstorbenen entsprechen wollen, ist es dafür schon manchmal zu spät.

Daher sollte eine Bestattungsvororgeverfügung zusammen mit dem Versicherungsschein der Sterbegeldversicherung im Familienstammbuch hinterlegt werden. Das Stammbuch gehört zu den Unterlagen, die ein Bestatter benötigt.

Sterbegeld aus privater Vorsorge

Reine Sterbegeldzahlungen aus den oben genannten Quellen sind eher die Ausnahme. Einen generellen Anspruch auf ein gesetzliches Sterbegeld gibt es nicht. Häufig bleiben die Angehörigen ohne ausreichende finanzielle Unterstützung zurück und müssen im schlimmsten Fall bei der Gestaltung der Bestattung Abstriche machen.

Wer sowohl die Belastung der Hinterbliebenen verhindern will als auch keine Kompromisse bei der eigenen Beerdigung eingehen möchte, kann mit einer privaten Sterbegeldversicherung vorsorgen. Diese zahlt bei Tod ein Sterbegeld in vereinbarter Höhe an die Hinterbliebenen aus.

Sinnvollerweise wird die Versicherung bei einem Bestatter mit einem Bestattungsvorsorgevertrag gekoppelt. Dadurch ist das Kapital für die Bestattung rechtssicher zweckgebunden und die eigenen Wünsche zur Bestattung werden im Vorfeld festgelegt.

Zahlt die Sterbegeldversicherung bei Suizid?

Das Sterbegeld wird auch bei Suizid gezahlt! Einen Ausschluß der Zahlung wegen Suizid sehen die Satzung der Solidar und das Produktinformationsblatt nicht vor.

Aber es gibt eine Einschränkung: Wenn der Tod durch einen Suizid herbeigeführt wurde, hat man keinen Anspruch auf die Zahlung der doppelten Summe, die es gäbe, wenn der Tod durch einen Unfall eintritt.

Das gilt insbesondere auch dann, wenn der suizidale Tod durch ein Unfallereignis herbeigeführt wurde.

Mit andere Worten:

  • Wenn jemand einen schweren Autounfall erleidet und an den Folgen verstirbt, gilt das als Unfall und es gibt die doppelte Versicherungssumme.
  • Wurde der Unfall aber herbeigeführt, um sich zu töten, gibt es dieses Geld nicht.

In der Satzung heißt es dazu

Stirbt das Mitglied nach Vollendung des 14. und vor dem Ende des Versicherungsjahres, in dem der Versicherte das 75. Lebensjahr, in Tarif 13, 16 und 19 das 65. Lebensjahr, vollendet, infolge eines Unfalls innerhalb eines Jahres nach dem Unfallereignis, so wird bei Versicherungen mit laufender Beitragszahlung zum satzungsmäßigen Sterbegeld ein Unfall­Zusatzsterbegeld in Höhe der jeweils abgeschlossenen Versiche­rungssumme gemäß des gültigen Beitrags­ und Leistungstarifes gezahlt.
Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheits­schädigung erleidet.
Infektionskrankheiten und Selbsttötung gelten nicht als Unfall.
Ausgeschlossen sind Unfälle infolge von Kriegsereignissen oder durch Teilnahme an inneren Unruhen und Verbrechen sowie durch Teilnahme an Wettfahrten, ferner Unfälle infolge von Geistes­- und Bewusstseins­störungen, es sei denn, dass diese Anfälle oder Störungen durch einen Unfall hervorgerufen waren.

Die Vorteile der Vorsorge mit der SOLIDAR

  • Keine Gesundheitsprüfung
  • Versicherungssumme zwischen 500 und 8000 Euro frei wählbar
  • Drei verschiedene Tarife
  • Bis zu 18 Prozent Beitragsrabatt durch sofortige Überschussbeteiligung
  • Eintrittsalter bei Einmalzahlung bis zum 75. Lebensjahr möglich
  • Attraktive Bonusansammlung
  • Doppelte Auszahlung bei plötzlichem Unfalltod

Wie schnell zahlt eine Sterbegeldversicherung?

In der Regel hat diejenige Person, die die Police und die Sterbeurkunde einreicht, das Geld nach zwei Wochen auf dem benannten Konto.