Sterbegeld – das müssen Sie wissen

Zuletzt aktualisiert am 4.9.2020 | Autor:

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Was ist Sinn und Zweck einer Sterbegeldversicherung?

familienvorsorge

Ein Sterbegeld soll alle anfallenden Kosten für eine Beerdigung sowie gegebenenfalls die anschließende Grabpflege abdecken. Es wird beim Tod an die Hinterbliebenen beziehungsweise Begünstigten ausbezahlt, die damit die Friedhofsgebühren, den Bestatter, die Trauerfeier, den Steinmetz und den Friedhofsgärtner bezahlen.

Einen generellen Anspruch auf ein gesetzliches Sterbegeld im Todesfall gibt es nicht.

Bis zum Jahr 2004 erhielten die Hinterbliebenen von gesetzlich Krankenversicherten ein Sterbegeld von der Krankenkasse für die Bestattungskosten. Seit der Abschaffung des gesetzlichen Sterbegeldes kann nur noch privat für die Bezahlung des eigenen späteren Begräbnisses vorgesorgt werden.

In Kombination mit einem Bestattungsvorsorgevertrag kann jeder die individuellen Wünsche zur eigenen Beerdigung festlegen.

  • Das Sterbegeld dient dazu, alle Kosten rund um die Bestattung zu bezahlen.
  • Der Staat zahlt kein Sterbegeld, deshalb ist die private Vorsorge wichtig.
  • Die Bestattungskosten müssen ansonsten aus dem Vermögen des Verstorbenen oder, wenn dies nicht ausreicht, von den Angehörigen selbst bezahlt werden.

Der Auszahlungsbetrag einer Sterbegeldversicherung ist kein Bestandteil des Erbes, sondern steht zweckgebunden für die Bezahlung des Begräbnisses zur Verfügung. Im Todesfall erfolgt die Auszahlung der Versicherungssumme sofort und steuerfrei, sobald die Sterbeurkunde und die Versicherungspolice eingereicht werden, damit die Begräbniskosten unabhängig von der Klärung erbschaftsrechtlicher Themen sofort bezahlt werden können.

  • Ist der Auszahlungsbetrag höher als die Kosten der Beerdigung, fließt die Differenz den Angehörigen zu.

Die Kosten für eine Bestattung betragen in Deutschland laut Stiftung Warentest durchschnittlich € 6.000,- (varriiert u.a. je nach Bestattungsart). Hinzu kommen laufende Ausgaben etwa für die Grabpflege.

Wer sicherstellen möchte, dass diese Kosten gedeckt sind und die eigene Familie nicht noch zusätzlich finanziell belastet wird, sollte idealerweise mit einer Sterbegeldversicherung vorsorgen.

Wie funktioniert eine Sterbegeldversicherung?

Sterbegeld

Die Sterbegeldversicherung ist eine spezielle Form der Kapitallebensversicherung. Im Gegensatz zur normalen Lebensversicherung ist eine Sterbegeldversicherung jedoch nicht bei Erreichen eines festgelegten Lebensalters fällig, sondern wird ausschließlich im Todesfall ausgezahlt.

Wenn der Verstorbene keine für die Bestattung ausreichenden finanziellen Mittel hinterlässt, werden die bestattungspflichtigen Angehörigen herangezogen. Nach dem Bestattungsgesetz sind

  1. in erster Linie der Ehe- oder eingetragene Lebenspartner,
  2. dann die volljährigen Kinder und
  3. dann die Eltern verantwortlich.

Da es sich um eine Versicherung und nicht um einen Sparplan handelt, erfolgt die Auszahlung der vollen Versicherungssumme auch bereits dann, wenn der Versicherungsnehmer frühzeitig verstirbt. Bei der Sterbegeldversicherung der SOLIDAR erfolgt keine vorherige Gesundheitsprüfung oder Gesundheitsfragen.

Ursprung des Sterbegeldes - die Bismarck’sche Sozialgesetzgebung

Die Sozialversicherung in Deutschland entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Deutschen Kaiserreich und galt damals als Vorreiter der staatlichen Sozialsysteme. Reichskanzler Otto von Bismarck war für die Einführung der Arbeiterversicherung verantwortlich. Der Reichstag verabschiedete am 15. Juni 1883 das „Gesetz, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter“ – die weltweit erste Sozialversicherung.

Mit der Einführung der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht für gewerbliche Arbeiter hatten die Versicherten einen Rechtsanspruch auf Sachleistungen wie freie ärztliche Behandlung, Arzneimittel und Geldleistungen wie Krankengeld und Bestattungsgeld. Schon damals durften die Krankenkassen Mehrleistungen anbieten und auch Familienangehörige aufnehmen. 

  • Sterbegeld gab es in Deutschland erstmals Ende des 19. Jahrhunderts mit der Einführung der weltweit ersten Sozialversicherung für Arbeiter.

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Sterbegeld der Unfallversicherung

Sterbegeld der Unfallversicherung

Beim Tod infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit zahlt die gesetzliche Unfallversicherung ein Sterbegeld aus. Die Höhe beträgt ein Siebtel der zum Todeszeitpunkt geltenden Bezugsgröße. Weder die Höhe der tatsächlichen Bestattungskosten noch der Verdienst des Arbeitnehmers zum Todeszeitpunkt haben einen Einfluss auf diese Regelung.

Im Jahr 2017 lag die Bezugsgröße in den alten Bundesländern bei 35.700 Euro, in den neuen Ländern bei 31.920 Euro. Das Bestattungsgeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung betrug demnach 5.100 Euro bzw. 4.560 Euro.

Kinder im Kindergarten, Schüler in der Schule und Studierende in der Hochschule sowie auf dem direkten Weg zur Einrichtung und zurück erhalten von der Unfallversicherung im Todesfall auch ein Sterbegeld, da es sich rechtlich um einen Arbeitsunfall handelt.

  • Tritt der Tod durch einen Arbeitsunfall oder durch eine anerkannte Berufskrankheit ein, zahlt die gesetzliche Unfallversicherung ein Siebtel der aktuell gültigen Bezugsgröße. 

Sterbegeld der gesetzlichen Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt kein Sterbegeld. Allerdings erhalten die Ehepartner der Verstorbenen im ersten Vierteljahr der Witwen- beziehungsweise Witwerrente die volle Rente des Rentenversicherten ausgezahlt. Diese drei Monate werden auch als Sterbeüberbrückungszeit bezeichnet.

Die entsprechenden Formalitäten erledigt häufig das Bestattungsunternehmen, damit aus den Geldern zunächst die Rechnung für die Bestattung bezahlt werden kann.

Es ist jedoch zu beachten, dass auch die laufenden Haushaltskosten der Witwe bzw. des Witwers wie Miete und Nebenkosten aus diesen Mitteln gedeckt werden müssen, wenn diese Lebenshaltungskosten bisher aus den Rentenbezügen des Verstorbenen gedeckt wurden.

Der erhöhte Rentenbetrag soll für den Hinterbliebenen den finanziellen Übergang auf die veränderten Verhältnisse nach dem Tod des Ehepartners erleichtern.

  • Im Todesfall zahlt die gesetzliche Rentenversicherung der Witwe oder dem Witwer in der dreimonatigen Sterbeüberbrückungszeit die volle Rente des Verstorbenen aus.

Sterbegeld Vorsorge für Beamte und Arbeitnehmer

Die Hinterbliebenen von Beamten und Beamten im Ruhestand erhalten einmalig ein Sterbegeld in Höhe der zweifachen Dienstbezüge beziehungsweise des zweifachen Ruhegehaltes des Verstorbenen. Dies ist in Paragraf 18 des Beamtenversorgungsgesetzes geregelt.

Einige Firmen zahlen darüber hinaus freiwillig ein Totengeld, wenn ein Arbeitnehmer verstirbt. Dies ist dann entweder im Tarif- oder im Arbeitsvertrag geregelt. Auch in welcher Höhe das Sterbegeld gezahlt wird, ist hierbei schriftlich festgehalten. Solche Regelungen sind allerdings eher die Ausnahme.

  • Beim Tod eines Beamten erhalten die Angehörigen ein Sterbegeld in Höhe der zweifachen Dienstbezüge/Ruhegehälter.
  • Einige Arbeitgeber zahlen freiwillig ein Sterbegeld; diese Regelung muss jedoch Bestandteil des Tarif- oder Arbeitsvertrags sein.

Sterbegeld vom Sozialamt

Sterbegeld vom Sozialamt

Reine Sterbegeldzahlungen aus den oben genannten Quellen sind eher die Ausnahme. Einen generellen Anspruch auf ein gesetzliches Sterbegeld gibt es nicht. Häufig bleiben die Angehörigen ohne ausreichende finanzielle Unterstützung zurück und müssen im schlimmsten Fall bei der Gestaltung der Bestattung Abstriche machen.

Wer sowohl die Belastung der Hinterbliebenen verhindern will als auch keine Kompromisse bei der eigenen Beerdigung eingehen möchte, kann mit einer privaten Sterbegeldversicherung vorsorgen. Diese zahlt bei Tod ein Sterbegeld in vereinbarter Höhe an die Hinterbliebenen aus.

Sinnvollerweise wird die Sterbegeldversicherung bei einem Bestatter mit einem Bestattungsvorsorgevertrag gekoppelt. Dadurch ist das Kapital für die Bestattung rechtssicher zweckgebunden und die eigenen Wünsche zur Bestattung werden im Vorfeld festgelegt.

Lesen sie weiter zum Thema: Ist das Sterbegeld vor dem Zugriff des Sozialhilfeträgers geschützt?

Sterbegeld ist gesetzlich besonders geschützt

lebensversicherung

Oft schrumpft das Einkommen im Alter durch niedrige Rentenbezüge. Die Sterbegeldversicherung genießt im Gegensatz zu Lebensversicherungen einen besonderen gesetzlichen Schutz. Das für die eigene Bestattung angesparte Versicherungsguthaben gehört zweckgebunden zum sogenannten Schonvermögen.

Das heißt: Ist es notwendig im Alter Sozialleistungen zu beantragen, wird die Vorsorge für die Bestattung nicht angetastet. Auch im Pflegefall braucht die Sterbegeldversicherung nicht aufgelöst zu werden. Am 01.01.2017 wurde das Schonvermögen nach § 90 SGB von 2.600,00 € auf 5.000,00 € angehoben.

Wer hingegen Geld auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto für die Bestattung zur Seite legt, muss dieses ggf. aufbrauchen, bevor der Anspruch auf Sozialleistungen besteht. Das Sterbegeld bei der Vorsorge durch eine Sterbekasse ist hingegen geschützt.

Einzelheiten hierzu erläutern Ihnen gerne die zertifizierten Generationenberater-/innen der SOLIDAR.

Vorsorge für Familien

Bei uns sind häufig die Familienmitglieder aus mehreren Generationen versichert. Erwachsene sorgen sich häufig vorausschauend um die späteren Begräbniskosten Ihrer Eltern und erkundigen sich, ob die Absicherung der Eltern bei der SOLIDAR möglich ist.

Häufig wird bei dieser Gelegenheit die ganze Familie bei uns versichert. Je jünger die Familienmitglieder sind, desto günstiger wird die Versicherungsprämie.

Daher sind oft komplette Familienverbünde über mehrere Generationen bei einer Sterbekasse wie der SOLIDAR versichert. Künftige Beerdigungskosten können dann nicht zu Liquiditätsengpässen in der Familie führen.

Die Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen bzw. Gesundheitsprüfung ermöglicht bis zum fortgeschrittenen Alter eine komplette Absicherung der Familie. Denn eine Beerdigung ist teuer und kann die Hinterbliebenen nach einem Todesfall unter Umständen sogar in finanzielle Nöte bringen. Davor können Sie Ihre Lieben mit einer Sterbegeldversicherung schützen.

Absicherung für Singles

Der Anteil von Singlehaushalten ist insbesondere in den Ballungsgebieten deutlich größer als früher. Daher ist der Anteil von Menschen unter den Singles besonders groß, die sich zu Lebzeiten Gedanken über ein angemessenes Begräbnis machen, um das Thema nicht ihren entfernten Verwandten oder Bekannten überlassen zu müssen.

Nutzen Sie hierfür einen Bestattungsvorsorgevertrag. Dieser enthält neben Angaben zur Art der Bestattung auch Regelungen zur Gestaltung des Grabsteins oder den Ablauf der Trauerfeier.

Die Sterbegeldversicherung ist für Singles eine ideale finanzielle Vorsorge für das spätere Begräbnis:

  • Hält man seine Wünsche schriftlich im Testament fest, können sich Probleme ergeben.
  • Einerseits wird die Bestattung nicht zwingend von den Erben organisiert.
  • Andererseits wird das Testament zuweilen erst nach der Beerdigung geöffnet.
  • Selbst wenn die Erben den Wünschen des Verstorbenen entsprechen wollen, ist es dafür schon manchmal zu spät.

Daher sollte eine Bestattungsvororgeverfügung zusammen mit dem Versicherungsschein der Sterbegeldversicherung im Familienstammbuch hinterlegt werden. Das Stammbuch gehört zu den Unterlagen, die ein Bestatter benötigt.

Sterbegeld aus privater Vorsorge

Reine Sterbegeldzahlungen aus den oben genannten Quellen sind eher die Ausnahme. Einen generellen Anspruch auf ein gesetzliches Sterbegeld gibt es nicht. Häufig bleiben die Angehörigen ohne ausreichende finanzielle Unterstützung zurück und müssen im schlimmsten Fall bei der Gestaltung der Bestattung Abstriche machen oder gar die Sozialbestattung in Anspruch nehmen.

Wer sowohl die Belastung der Angehörigen verhindern will als auch keine Kompromisse bei der eigenen Beerdigung eingehen möchte, kann mit einer privaten Sterbeversicherung vorsorgen. Diese zahlt bei Tod ein Sterbegeld in vereinbarter Höhe an die Hinterbliebenen aus.

Sinnvollerweise wird die Versicherung bei einem Bestatter mit einem Bestattungsvorsorgevertrag gekoppelt. Dadurch ist das Kapital für die Bestattung rechtssicher zweckgebunden und die eigenen Wünsche zur Bestattung werden im Vorfeld festgelegt.

Zahlt die Sterbegeldversicherung bei Suizid?

Das Sterbegeld wird auch bei Suizid gezahlt! Einen Ausschluß der Zahlung wegen Suizid sehen die Satzung der Solidar und das Produktinformationsblatt nicht vor.

Aber es gibt eine Einschränkung: Wenn der Tod durch einen Suizid herbeigeführt wurde, hat man keinen Anspruch auf die Zahlung der doppelten Summe, die es gäbe, wenn der Tod durch einen Unfall eintritt.

Das gilt insbesondere auch dann, wenn der suizidale Tod durch ein Unfallereignis herbeigeführt wurde.

Mit andere Worten:

  • Wenn jemand einen schweren Autounfall erleidet und an den Folgen verstirbt, gilt das als Unfall und es gibt die doppelte Versicherungssumme.
  • Wurde der Unfall aber herbeigeführt, um sich zu töten, gibt es dieses Geld nicht.

In der Satzung heißt es dazu

Stirbt das Mitglied nach Vollendung des 14. und vor dem Ende des Versicherungsjahres, in dem der Versicherte das 75. Lebensjahr, in Tarif 13, 16 und 19 das 65. Lebensjahr, vollendet, infolge eines Unfalls innerhalb eines Jahres nach dem Unfallereignis, so wird bei Versicherungen mit laufender Beitragszahlung zum satzungsmäßigen Sterbegeld ein Unfall­Zusatzsterbegeld in Höhe der jeweils abgeschlossenen Versiche­rungssumme gemäß des gültigen Beitrags­ und Leistungstarifes gezahlt.
Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheits­schädigung erleidet.
Infektionskrankheiten und Selbsttötung gelten nicht als Unfall.
Ausgeschlossen sind Unfälle infolge von Kriegsereignissen oder durch Teilnahme an inneren Unruhen und Verbrechen sowie durch Teilnahme an Wettfahrten, ferner Unfälle infolge von Geistes­- und Bewusstseins­störungen, es sei denn, dass diese Anfälle oder Störungen durch einen Unfall hervorgerufen waren.

Die Vorteile der Vorsorge mit der SOLIDAR

  • Keine Gesundheitsprüfung
  • Versicherungssumme zwischen 500 und 8000 Euro frei wählbar
  • Drei verschiedene Tarife
  • Bis zu 18 Prozent Beitragsrabatt durch sofortige Überschussbeteiligung
  • Eintrittsalter bei Einmalzahlung bis zum 75. Lebensjahr möglich
  • Attraktive Bonusansammlung
  • Doppelte Auszahlung bei plötzlichem Unfalltod

Wie schnell zahlt eine Sterbegeldversicherung?

In der Regel hat diejenige Person, die die Police und die Sterbeurkunde einreicht, das Geld nach zwei Wochen auf dem benannten Konto.

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