Direkt Beitrag berechnen

Ihr Beitrag

Tarif 18
nur 0 € monatlich
Tarif 19
nur 0 € monatlich
Tarif EB
0 € einmalig

Vorsorgevollmacht: was es ist und was sie regelt

Vollmachten sind keine Frage des Alters

Jeder sollte sich mit diesem Thema auseinandersetzen, damit für den Fall der Fälle alles geregelt ist. Mit einer Unterschrift legen Sie fest, wer Sie betreuen soll. Ist keine Vollmacht vorhanden, wird ein Betreuer gerichtlich bestellt.

Auch wenn es sich um den Ehepartner oder die erwachsenen Kinder handelt. Wird man selbst zum Betreuer ernannt, muss man den gesetzlichen Pflichten eines Betreuers nachkommen und hat keine freie Verfügung über Konten und Sparbücher.

Was ist eine Vorsorgevollmacht?

Mit dieser Vollmacht wird nach deutschem Recht eine Person bevollmächtigt, in bestimmten Situationen oder bestimmte Aufgaben für den Vollmachtgeber zu erledigen. Der Bevollmächtigte trifft Entscheidungen an Stelle des nicht mehr entscheidungsfähigen Vollmachtgebers.

Die Vorsorgevollmacht setzt daher uneingeschränktes Vertrauen voraus und sollte wohl überlegt sein. Denn eine uneingeschränkte Vollmacht umfasst mitunter die wichtigen Punkte

  • Vermögensvorsorge,
  • die Aufenthaltsbestimmung und die
  • Gesundheitsfürsorge.

Eine Vorsorgevollmacht sollte jede volljährige Person, unabhängig vom Alter ausgestellt haben.  Nur mit der Original Vollmacht ist der Bevollmächtigte handlungsfähig und kann Rechtsgeschäfte vollziehen.

WICHTIG: Banken und Sparkassen erkennen die Vorsorgevollmacht in der Regel nicht an und bestehen auf eigene Formulare.

Vorsorgeunterlagen gehören nicht in einen Geldschrank, Tresor o.ä. – diese müssen greifbar sein!

Diese Unterlagen regeln ja, wer für einen zuständig ist und für einen sprechen darf, wenn man selbst dazu nicht imstande ist. Was nützt es, wenn diese Unterlagen sicher verwahrt in einem unzugänglichen Tresor liegen?

Ein Testament soll vom Notar beim Nachlassgericht hinterlegt werden und dann gibt es einen zentralen Eintrag, dass ein solches vorliegt. So ist sicher gestellt, daß es auch eröffnet wird.

Alternativ können Sie Umschläge mit Ihren Vorsorge-Dokumenten auch versiegeln und zu ihren anderen Dokumenten legen – aber teilen Sie Ihren Vertrauten mit, wo sich die Unterlagen befinden!
Denn sonst kann es passieren, daß Sie im Krankenhaus liegen, sich nicht artikulieren können, und daß die Leute, die Sie dafür bestimmt haben, sich nicht legitimieren können!

TIPP: am Besten ist es, wenn Sie von allen diesen Unterlagen mehrere Ausfertigungen anfertigen lassen (am besten beim Notar; einfache Kopien genügen rechtlich häufig nicht!) und diese Kopien in einem versiegelten Umschlag auch Ihrer Vertrauensperson geben.