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Beerdigung mit einem Sarg: was ein Sarg kostet, wozu er gebraucht wird.
Beerdigung mit einem Sarg: was ein Sarg kostet, wozu er gebraucht wird.

Sinn und Zweck eines Sarges

Der Sarg dient dazu, den Verstorbenen transportieren zu können. Er sorgt dafür,

  1. dass der Leichnam nicht den Blicken Neugieriger ausgesetzt ist, und dass vom Verstorbenen keinerlei Beeinträchtigungen ausgehen können,
  2. dass eventuell austretende Flüssigkeiten aufgefangen werden und nicht nach außen gelangen. Gleiches gilt auch für Gerüche.

Die jeweiligen Landesbestattungsgesetze schreiben die Verwendung von Särgen in den allermeisten Fällen für Erd- und für Feuerbestattungen vor.

Auch bei Feuerbestattungen kann nicht auf den Sarg verzichtet werden. Das Holz des Sarges dient mit dazu, die Verbrennung einzuleiten und aufrecht zu erhalten.
Allerdings benötigt man für eine Feuerbestattung einen eher einfachen Sarg, der den optischen Erfordernissen Genüge tut, denn besonders viel aushalten müssen diese Särge nicht. Sie dienen nur zum Transport und werden dann verbrannt.

Für eine Erdbestattung nimmt man eher stabilere Särge, damit der Verstorbene, geschützt durch den Sarg, genügend Zeit hat, zu vergehen, bevor nach ein paar Jahren das Holz nachgibt. Günstigere Särge müssen nicht zwangsläufig schlechter sein als teure. Särge aus osteuropäischer Fertigung sind regelmäßig günstiger als Särge aus deutscher Fertigung.

Leider wird die Herkunft des Sarges beim Bestatter nicht immer offenbar und leider schlagen sich günstige Einkaufspreise nicht immer auch im Endpreis nieder.

Woher kommt das Wort Sarg?

Das Wort Sarg ist kein ursprünglich deutsches Wort. Es ist die Verkürzung des griechischen Wortes "sarkophagos", was soviel wie Fleischfresser bedeutet.

Warum nimmt man überhaupt einen Sarg?

Särge gab es schon vor über 9.000 Jahren. Ob aus Stein gehauene Truhen, aus Weiden geflochtene lange Körbe oder Holzkisten, in vielen Kulturen war und ist es üblich, die Menschen nicht in die nackte Erde zu legen.

Durch Beisetzungen in mit Holz verstärkten Gruben hat man erkannt, daß Leichname, die nicht kompakt von Erde umgeben sind, sondern die im Grab noch von einer Luftschicht umhüllt sind, bessere Voraussetzungen bieten, um zu vergehen.

In Ägypten hatten die Steinsärge (Sarkophage der Pharaonen z.B.) den Sinn, den aufwendig präparierten Leichnam (Mumie) zusätzlich zu schützen. Oftmals ist die Verwendung mehrerer ineinandergestellter Särge zum besseren Schutz des Verstorbenen zu beobachten.

In der heutigen mitteleuropäischen Vorstellung werden Verstorbene nicht einfach in der Erde vergraben, sondern wie ein Schlafender in einen Sarg eingebettet, in dem der Körper seine Ruhe findet. Die Ruhestatt ist dann ein Grab unter der Erde.

So gesehen wird nicht der Verstorbene direkt begraben, sondern im eigentlichen Sinne der Sarg.

Sind Särge immer aus Holz?

Särge können aus nahezu allen Materialien hergestellt werden. Es gibt Särge aus

  • Metall,
  • aus Holz,
  • aus Kunststoff,
  • Zink und
  • Pappe.

In Deutschland erwartet man das Vergehen des Leichnams unter der Erde, so dass nach Ablauf von 20-30 Jahren nichts mehr von ihm übrig ist. Nach dem auf die Bibel gestützten Gedankengut wurde der Mensch aus Erde bzw. Staub gemacht und soll auch wieder zu Erde/Staub werden.

Das kann unter Berücksichtigung des unter Punkt 2 gesagten fast nur in einem hölzernen Sarg geschehen, weil dieser selbst der Zersetzung preisgegeben ist.

Kann man in Deutschland auch einen Metallsarg nehmen?

Metallene Särge sind hingegen nahezu unverwüstlich und überdauern im Erdreich problemlos über 150 Jahre. Deshalb sind sie zum Erreichen des o.g. Ziels nicht geeignet.

Gräber laufen in Deutschland nach einer bestimmten Anzahl von Jahren ab, bzw. der darin bestattete Tote gilt als vergangen, als weg. Das ist nur mit einem Holzsarg zu erreichen.

In den Vereinigten Staaten finden sehr viele Bestattungen in aufwendigen Metallsärgen statt. Diese stehen nicht direkt in der Erde sondern in einer gemauerten oder betonierten unterirdischen Grube.

Der Verstorbene hat wenig Chancen zu vergehen. Hier ist auch beabsichtigt, den Verstorbenen so lange wie möglich intakt zu wissen. Dementsprechend werden diese Gräber "auf Ewigkeit" gekauft.

Wollte man in Deutschland einen metallenen Sarg verwenden, so müßte man eine Gruft oder Grabkammer ankaufen, was die wenigsten Friedhöfe anbieten. Nach amerikanischem Vorbild müßte diese Gruft auch für 50 Jahre oder länger angemietet werden.

Auf den allermeisten Friedhöfen sind ausschließlich Särge aus Holz (holzähnlichen oder leicht vergänglichen Materialien) erlaubt.

Vergehen die Särge in der Erde?

Mit der Zeit vergeht die Trauer um den Verstorbenen Stück für Stück. Idealerweise löst sich der Verlustschmerz um den weggegangenen Körper dahingehend auf, daß Erinnerungen und eine mehr geistige Trauer Raum greifen.

So kann und darf dann auch der Körper des Verstorbenen gehen. Der hölzerne Sarg ist hervorragend geeignet, diesen Ablauf zu unterstützen. Erst gibt er dem wertvollen Menschen, der begraben und betrauert wird, Schutz vor dem Erdreich, dann gibt das Holz nach Jahren nach und übergibt sozusagen die Reste des Leichnams der Erde.

Hölzerne Särge vergehen normalerweise. Je nach

  • Holzart,
  • Erdreich und Bodenbedingungen (Feuchtigkeit, Sauerstoff, Erdzusammensetzung)

zerfallen Särge mitunter schon nach 12-24 Monaten. In anderem Boden, bei festerem Holz und unter ungünstigen Umständen können Holzsärge aber auch Jahrzehnte überdauern.

Folgt die nächste Bestattung an gleicher Stelle, muss dies berücksichtigt werden. Für gewöhnlich bleiben die noch fast intakten Särge an Ort und Stelle und werden allenfalls etwas tiefer gesetzt. Sehr häufig ist das Eindrücken des Sargdeckels mit der Baggerschaufel, damit das Holz zerbersten und nach dem Wiederverschließen des Grabes dann doch irgendwann vergehen kann.

Warum braucht man für das Krematorium einen Sarg?

Man kann Menschen auch ohne Sarg in einem Krematoriumsofen einäschern. In den Vereinigten Staaten wird hierfür in der Regel auch nur ein Pappkarton verwendet.

Bei uns hat die Feuerbestattung aber eine andere Tradition. Anfangs sträubten sich Kirchen und Kommunen gegen die ersten Anhänger von Feuerbestattungen, die sich oft in Feuerbestattungsvereinen organisierten, die dann auch die Krematorien förderten, bauten und teilweise betrieben.

Um den Widerstand möglichst gering zu halten, orientierte man sich von Anfang an bei den Abläufen zur Feuerbestattung an denen der Erdbestattung.
Das ging so weit, dass in den Trauerhallen der Krematorien der Sarg nach der Feier in einer gemauerten Grube, ganz ähnlich einem Grab, nach unten verschwand. Immer aber wurde hierfür ein Sarg verwendet, wie bei einer Erdbestattung.

Zu erwähnen ist auch noch die Zeit des Nationalsozialismus, in der in den Vernichtungslagern Millionen von Leichnamen ohne Sarg verbrannt wurden. In der Vorstellung der Menschen soll an dieser stelle keine Parallele entstehen. Man bemüht sich deshalb überall, diesen damals sorglosen und pietätlosen Umgang mit Verstorbenen in allen Punkten zu vermeiden.

Auch aus diesem Grund ist die Verwendung eines Sarges für Feuerbestattungen vorgeschrieben.

Darauf haben sich die Ingenieure, die die Öfen für Krematorien bauen, durchaus eingestellt.

  • Der Brennwert des Sargholzes wird für die Einäscherung mit einkalkuliert und benötigt.
  • Heute werden die Öfen entsprechend auf Temperatur gebracht, dann wird der Sarg eingeschoben und fängt allein aufgrund der Ofenhitze sofort Feuer.
  • Erst bei den weiteren Verbrennungsschritten mit (meist mit Erdgas) zugeheizt werden.

Für den ordnungsgemäßen Ablauf der Verbrennung ist der Sarg also unerlässlich.

Ist der Sarg aus Pappe eine Alternative?

Der Sarg aus Pappe ist in meinen Augen keine Alternative. Ökologisch gesehen, muss man betrachten, dass auch zur Herstellung von Pappe viel Holz benötigt wird. Ökonomisch gesehen ist es so, dass Pappsärge nicht wirklich günstiger sind.

Für Erdbestattungen sind sie in aller Regel nicht geeignet, da sie dem Erddruck nicht standhalten und bei Feuchtigkeit zu schnell vergehen. Der oben genannte zeitliche Verzug, der dem Leichnam Zeit zum Vergehen geben soll, ist hier nicht gewährleistet.

Für Feuerbestattungen indes wären Pappsärge geeignet, da aber unsere Krematorien in aller Regel von der Verwendung hölzerner Särge ausgehen, bieten die Pappsärge nicht genügend Brennwert, um die Einäscherung wirkungsvoll unterstützen zu können.

Der Pappsarg hat aus genannten Gründen aus unserer Sicht keine sinnvolle Berechtigung. Er ist

  • weder ökologisch,
  • noch ökonomisch,
  • noch technisch sinnvoll.

Was sind Zinksärge?

Bei Zinksärgen denkt man an zwei verschiedene Einsatzzwecke. Der eine ist der bekannte graue Zinksarg mit Deckel, der an beiden Enden Griffstangen hat. Er diente zur Abholung von Verstorbenen und ist leicht zu reinigen und wiederverwendbar.

Heute sind solche "Überführungswannen" aus Glasfasermaterial oder Kunststoff. Für die Überführung von intakten Leichnamen werden aber fast überwiegend leichte Tragen verwendet.

Der Zinksarg ist aber auch noch von einem anderen Verwendungszweck her bekannt. Wenn Verstorbene ins Ausland überführt werden müssen, ist vielfach die Verwendung eines dicht verschlossenen (verlöteten) metallenen Innensarges vorgeschrieben.

In dem hölzernen Sarg befindet sich dann ein formgerechter metallener Innensarg, der luftdicht verlötet werden kann. Zu Identifikationszwecken und zur Kontrolle haben diese Särge oft über dem Gesicht des Verstorbenen ein Sichtfenster aus Glas.

In den meisten Fällen muß der Verstorbene nach dem Transport und der Zollabwicklung vor der Beisetzung oder Einäscherung wieder aus dem Metallsarg entnommen werden.

Was kostet ein Sarg?

Ein einfacher Verbrennungssarg sollte

  • nicht mehr als 500 € kosten,
  • ein etwas besserer kostet ab 780 €,
  • etwas Besonderes kann leicht weit über 1.000 € kosten und
  • nach oben gibt es keine Grenze.

Särge für Erdbestattungen sind etwa 50% teurer. Sie beginnen meist um die 800 €.

Lassen Sie sich nicht mit Begriffen wie "Armensarg" oder "Sozialhilfesarg" abspeisen! Diese Begriffe werden angesichts günstiger Särge gerne von Verkäufer verwendet, damit man ein schlechtes Gewissen hat, und einen teureren Sarg nimmt.

Auch das Argument: "Was sollen denn die Leute denken?" zählt nicht. Der Sarg, den Sie gut finden und der zweckmäßig ist, ist genau der Richtige!

Bedenken Sie, dass das alleine die Todesanzeige in der Zeitung eine Sache ist, die Sie für andere Leute machen. Nur diese Anzeige ist für die Öffentlichkeit bestimmt.
Die Trauerfeier und die Beerdigung, sowie der Sarg und die Ausstattung, alles das sind Dinge, die Sie für den Verstorbenen und für sich selbst machen.

Lassen Sie sich von niemandem unter Zugzwang setzen.

Hinterbliebenenvorsorge nach Maß

Eine Hinterbliebenenvorsorge treffen und die Familie nach einem Todesfall finanziell absichern. Stellen Sie sich vor, ein Sterbefall tritt ein und die Familienangehörigen werden mit Bestattungs- und anderen Kosten konfrontiert, die sie nicht tragen können. In diesem Fall macht eine Hinterbliebenenvorsorge der SOLIDAR in jedem Fall Sinn. Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie sich in aller Ruhe auf unserer Website um.

Entscheiden Sie sich für eine Sterbegeldversicherung, sind alle Kosten rund um die Beerdigung gedeckt – auch die eines Sarges. Im Regelfall bleibt für die Familie ein gewisser Vorsorgebetrag übrig.

Wenn auch Sie die Hinterbliebenenvorsorge für sich und Ihre Familie in Anspruch nehmen möchten und Sie Ihre Familie finanziell abgesichert wissen wollen, können wir uns auch gerne persönlich darüber austauschen.

Rufen Sie uns unter unserer gebührenfreien Service-Rufnummer 0800/96 44 200 an. Wir stehen Ihnen montags bis donnerstags von 8:00 bis 16:30 Uhr zur Verfügung sowie freitags von 8:00 bis 14:00 Uhr.

Kommen Sie auf uns zu! Bei der SOLIDAR befinden Sie sich in kompetenten Händen.