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Das Thema Organspende stand zuletzt unter keinem guten Stern. Abgesehen von einem Mangel an Spendern waren es vor allem Meldungen über Behandlungsfehler und gezielte Manipulationen von Wartelisten, die in der Öffentlichkeit für Aufregung sorgten. Aber es tut sich was!

Lesen Sie auf dieser Seite:

Warum gibt es einen Mangel an Organspendern?

Vor allem junge Erwachsene sind sehr zurückhaltend, sich einen Organspendeausweis ausstellen zu lassen. Die Gründe sind in

  • Unwissenheit,
  • Vorurteilen,
  • ethischen Vorbehalten und
  • den Skandalen der letzten Jahre zu suchen, die die Menschen abschrecken.

Angesichts der sinkenden Spenderzahlen (Vgl. Jahresbericht zur Organspende und Transplantation der DSO) entbrannte im Jahr 2019 eine breite Diskussion über die Regelungen zur Organspende. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte die sog. "Widerspruchslösung" vorgeschlagen. Danach ist jeder Staatsbürger ein Organspender, außer er widerspricht aktiv.

Patientenschützer begrüßten den Vorschlag, dass die Bundesregierung das in mehreren europäischen Ländern bereits etablierte System einführen wolle. Eine Organspende sollte nicht nur Ehrensache sein, sondern als Aufgabe der gesamten Gesellschaft wahrgenommen werden.

© Tag der Organspende 2019 – Jan Konitzki
© Tag der Organspende 2019 – Jan Konitzki

Die öffentliche Debatte steigert Spendenbereitschaft

Die Widerspruchslösung hat sich nach intensiven Debatten zwar nicht durchgesetzt, jedoch sind positive Effekte durch die breite öffentliche Diskussion und trotz der Corona-Krise erkennbar:

  • die Nachfrage nach Organspendeausweisen hat sich seit 2018 nahezu verdoppelt
  • mehr als 8 Prozent mehr Organspender in den ersten fünf Monaten
  • mehr gespendete Organe zum Vergleichszeitraum

Geblieben ist das "Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende", das vor allem die Verfahrensabläufe bei Organspenden neu regelt (vgl. Bundesgesundheitsministerium).

Wer kann Organspender sein?

Es kann jeder Organspender sein, der das Mindestalter von 16 Jahren erreicht hat – es ist keine gesundheitliche Überprüfung notwendig. Ob sich die Organe zur Transplantation eignen, entscheiden die Ärztinnen und Ärzte jeweils im Einzelfall.

Wie kann ich meine Organe spenden?

Eine Organspende kann nur erfolgen, wenn der Hirntod des Spenders festgestellt wurde - und zwar von zwei Ärzten in voneinander unabhängigen Untersuchungen.

Besteht auch nur der geringste Zweifel, darf eine Bescheinigung des Hirntods nicht erfolgen. Liegt ein Spenderausweis vor, wird der Spender umfassend untersucht, die entsprechenden Daten gehen anschließend an Eurotransplant, die einen passenden Empfänger sucht. Liegt kein Ausweis vor, muss ein Gespräch mit den Angehörigen stattfinden und deren Entscheidung eingeholt werden.

Trotz aller Skandale ist jeder mögliche Spender aufgerufen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und am Ende eine positive Entscheidung zu treffen. Denn eins bleibt bei allen Zweifeln und Bedenken sicher: Eine Organspende ist nicht nur Ehrensache - sie kann Leben retten oder entscheidend verlängern, ganz gleich, welches.

(Für weitere Informationen mit Faktencheck vgl. die Website des Organspendetages)

Welche Organe können gespendet werden?

Es können aktuell folgende Organe gespendet werden:

  • Herz,
  • Lunge,
  • Niere,
  • Leber,
  • Bauchspeicheldrüse und
  • Darm.

Wie bekomme ich einen Organspendeausweis?

Es gibt viele Wege sich einen Organspendeausweis zu erstellen. Wichtig ist immer, dass Sie diesen dann auch bei sich tragen!

  1. online bei der "Initiative Organspende" bestellen und per Post nach Hause geschickt bekommen
  2. online personalisieren und selber ausdrucken
  3. den Organspendeausweis aus Broschüren und Zeitschriften entnehmen

Wussten Sie schon, dass Sie Ihre Entscheidung auch in einer Patientenverfügung dokumentieren können?

Organspende und Trauer

Verstirbt ein geliebter Mensch so ist das für die Angehörigen oftmals eine traumatische Erfahrung. Um den Schock zu verarbeiten braucht es Zeit, die man im Falle einer möglichen Transplantation jedoch nicht hat.

Hat der Verstorbene zu Lebzeiten keine Anweisungen über einen Organspendeausweis oder der Patientenverfügung hinterlassen, ist das für die Hinterbliebenen nochmals schwerer, da sie sich in den Zeiten der Trauer mit dieser Entscheidung beschäftigen müssen.

Es ist daher für jeden ratsam und auch unsere Empfehlung, sich zu entscheiden und diese Entscheidung zu dokumentieren, um die Angehörigen zu entlasten.

Zu Lebzeiten Angehörige absichern

Auch mit der Bestattungsvorsorge sorgen Sie für das Wohl der Familie. Bei einem Sterbefall innerhalb der Familie sichern Sie die Hinterbliebenen mit unserer Bestattungsvorsorge finanziell ab. Erfahrungsgemäß werden für derartige Vorkommnisse keine Rücklagen gebildet. Tritt dann allerdings ein Todesfall ein, kommen auf die nächsten Angehörigen Kosten zu, die aufgrund der Höhe schnell zur Belastung werden.

Mit der SOLIDAR Sterbegeldversicherung werden Hinterbliebene dagegen vollständig entlastet. Die Kosten für die Beerdigung und alle anderen anfallenden Aufwendungen werden mit dem Sterbegeld komplett abgedeckt, und in der Regel bleibt sogar noch ein weiterer Vorsorgebetrag für die Angehörigen übrig.

Sollten Sie noch weitere Fragen hierzu haben und Sie sich ein persönliches Beratungsgespräch wünschen, stehen wir Ihnen unter der gebührenfreien Service-Hotline 0800/96 44 200 werktags gerne Rede und Antwort.