Rückvergütung

Was es für sie bedeutet

Aktualisiert am 06.02.2024

Was ist eine Rückvergütung?

Im Zusammenhang mit der vorzeitigen Kündigung der Sterbegeldversicherung taucht immer wieder der Begriff der Rückvergütung auf. Was versteht man darunter?

Kündigt der Versicherte den Vertrag der Sterbegeldversicherung vorzeitig, erhält er unter bestimmten Voraussetzungen eine Rückvergütung, die auch Rückkaufswert genannt wird. Die Höhe dieses Rückkaufswertes entspricht dem Deckungskapital abzüglich einer eventuellen Stornogebühr.


Wie setzt sich die Rückvergütung zusammen?

Grundlage für die Rückvergütung ist

  1. das Deckungskapital,
  2. die Bonusansammlung und
  3. der Beteiligung an Bewertungsreserven.
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Verwechslungsgefahr

Weil uns immer wieder die Frage gestellt wird: Die Rückvergütung ist nicht das Gleiche wie die sogenannte „Beitragsrückvergütung“ privater Krankenversicherungen.

Im Unterschied zum Rückkaufswert, der nur bei vorzeitiger Kündigung der Versicherung relevant wird, bekommen Privatversicherte durch die Beitragsrückvergütung am Jahresende einen Teil ihrer Monatsbeiträge zurückerstattet – insofern sie keine Leistungen in Anspruch genommen haben.

Deckungskapital

Der Beitrag einer Sterbegeldversicherung setzt sich aus drei Teilen zusammen:

  1. dem Sparanteil,
  2. dem Risikoanteil und
  3. dem Kostenanteil.

Der Sparanteil wird verzinslich angesammelt und bildet den Gegenwert der Versicherung, das so genannte Deckungskapital. Das Deckungskapital wird mit einem über die gesamte Vertragslaufzeit konstanten Zinssatz, dem Rechnungszins oder auch Garantiezins, verzinst.
Die Entwicklung des Deckungskapitals wird unter Berücksichtigung des Garantiezinses so berechnet, dass das Deckungskapital am Ende der Vertragslaufzeit die Versicherungssumme erreicht.

Bonusansammlung

Die Höhe der Überschussbeteiligung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B.

  • der Verzinsung, die über den Rechnungszins (Garantiezins) hinausgeht
  • den Kostenüberschüssen des Versicherungsunternehmens und
  • den Risikoüberschüssen.

Die Überschussbeteiligung wird der Sterbegeldversicherung in Form einer befristete Erhöhungen der Todesfallleistung (Gewinnzuschlag) oder einer befristete Ermäßigungen auf den Beitrag (Beitragsrabatt) und einem beitragsfreie Zusatzsterbegeld (Bonussumme) gutgeschrieben. Das beitragsfreie Zusatzsterbegeld (die Bonussumme) erhöht das Deckungskapital und damit die Rückvergütung.

Beteiligung an Bewertungsreserven

Ein Versicherer investiert die Gelder seiner Kunden in diverse Kapitalanlagen. Eine Bewertungsreserve entsteht beispielsweise dann, wenn der aktuelle Marktwert einer Kapitalanlage über den Kaufpreis bzw. Bilanzwert liegt.

Die Höhe des Überschusses ist abhängig von der Entwicklung an den jeweiligen Kapitalmärkten und unterliegt deshalb großen Schwankungen. Der Versicherer hat die Bewertungsreserven jährlich neu zu ermitteln und nach einem verursachungsorientierten Verfahren rechnerisch zuzuordnen. 
Bei der Beendigung des Vertrags wird der für diesen Zeitpunkt zu ermittelnde Betrag zur Hälfte zugeteilt und an den Kunden zusätzlich zur Rückvergütung ausgezahlt.

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Wie hoch ist die Rückvergütung?

Die Höhe der Rückvergütung hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Laufzeit der Versicherung und der Höhe der gezahlten Prämien. Gerade in den ersten Jahren der Sterbegeldversicherung kann der Rückkaufswert relativ niedrig sein, weil ein großer Teil der Beiträge für Abschlusskosten verwendet wird.

Im zeitlichen Verlauf steigt der Rückkaufswert aber, da ein größerer Teil der Beiträge in die Sparanteile der Versicherungspolice fließt und der Zinseszinseffekt greift.

Sterbegeldversicherungen sind in erster Linie dazu gedacht, die Beerdigungskosten im Todesfall zu decken. Es ist daher nicht ratsam, die Versicherung vorzeitig zu kündigen und unter Umständen einen erheblichen finanziellen Verlust zu erleiden.

Hinweis

Als Versicherer versprechen wir unseren Kunden einen Garantiezins auf die gesamte Vertragslaufzeit: Erwirtschaften wir mehr als garantiert, nennen wir das Resultat Zinsergebnis.

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Achtung

Insbesondere in den ersten Jahren ist die Rückvergütung niedriger als die Summe der bereits eingezahlten Prämien.

Sterbegeldversicherungen sind in erster Linie dazu gedacht, die Beerdigungskosten im Todesfall zu decken. Es ist daher nicht ratsam, die Versicherung vorzeitig zu kündigen und unter Umständen einen erheblichen finanziellen Verlust zu erleiden.


Wie läuft die Rückvergütung bei der SOLIDAR ab?

Mitglieder, die aus der Kasse austreten oder ausgeschlossen werden oder ihre Versicherungssumme reduzieren, erhalten gegen Vorlage des Versicherungsscheines eine Rückvergütung, wenn

  • die Sterbegeldversicherung mindestens ein Jahr bestanden hat und
  • die Beiträge für diese Zeit voll entrichtet worden sind.

Die Rückvergütung beträgt 95 % des Deckungskapitals, das für die einzelne Versicherung zum Zeitpunkt des Ausscheidens oder des Ausschlusses berechnet wurde. Ausnahme bilden dabei unsere Sondertarifen, wenn die geschäftsplanmäßige Rückvergütung höher sein sollte.

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Wichtig

Bevor Sie Ihre Versicherung kündigen, Sollten Sie die Möglichkeit nutzen, sich über die Höhe der aktuellen Rückvergütung zu informieren. Setzen Sie sich einfach mit unserem Kundenservice in Verbindung und wir senden Ihnen umgehend eine Leistungsinformation mit Angabe zur Höhe der Rückvergütung zu dem von Ihnen gewünschten Termin zu.

Die Sterbegeldversicherung kann jederzeit zum Ende des laufenden Monats schriftlich gekündigt werden. Für die Auszahlung der Rückvergütung ist die Vorlage des Original-Versicherungsscheines oder sollte dieser nicht mehr vorhanden sein eine Verlusterklärung erforderlich.
Die Überweisung erfolgt dann frühestens innerhalb von 5 Werktagen nach dem Austritts- bzw. Ausschlussdatum.

Alle ausgeschiedenen Mitglieder haben die Möglichkeit, ihren Versicherungsschutz innerhalb von 6 Monaten nach dem Ausscheiden wieder aufleben zu lassen. Voraussetzung dafür ist, dass alle rückständigen Beiträge sowie die Beiträge für die Zeit nach dem Ausscheiden an die SOLIDAR gezahlt werden und eine eventuell erhaltene Rückerstattung erstattet wird, sofern das Mitglied und eventuell mitversicherte Kinder zum Zeitpunkt des Zahlungseingangs noch leben.

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