Trauerschmuck
Besondere Erinnerungsstücke für Hinterbliebene

Das Wichtigste in Kürze
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Persönliches Andenken: Trauerschmuck wie Fingerabdruck-Gravuren oder Ascheanhänger helfen, die Erinnerung an einen geliebten Menschen physisch nah bei sich zu tragen.
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Rechtslage in Deutschland: Die Entnahme von Totenasche für Ascheschmuck oder Diamantbestattungen ist in Deutschland aufgrund der Bestattungspflicht streng reglementiert, wird aber oft über legale, behördlich genehmigte Wege im Ausland (z. B. Niederlande) realisiert.
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Kosten & Finanzierung: Individuelle Anfertigungen variieren preislich stark (von günstigen Gravuren bis hin zu teuren Diamanten).
Tipp: Wenn aus der Versicherungssumme einer Sterbegeldversicherung nach Abzug aller Beerdigungskosten Budget übrig bleibt, kann dieses für ein solch bleibendes Schmuckstück genutzt werden.
Wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann reißt das eine Lücke in unser Leben. Es dauert eine unbestimmte Zeitspanne, um über den Verlust hinwegzukommen und viele von uns schaffen es nicht alleine.
Oft helfen Erinnerungsstücke, wie etwa persönliche Gegenstände oder Fotos des Verstorbenen. Auch ist es möglich, sich individuelle Erinnerungsstücke eigens dafür anfertigen zu lassen.
Ob man nun Sonderanfertigung oder Vorhandenes wählt: Beide haben eine besondere Bedeutung für Sie als Hinterbliebene, bewahren das Andenken des Verstorbenen und ehren ihn.
Eine zunehmend wichtige Form stellt dabei hochwertiger Trauerschmuck dar, welcher den Hinterbliebenen als täglicher Begleiter eine ganz greifbare, bleibende Verbindung bietet.
Was für Erinnerungsstücke kann man anfertigen lassen?
Grundsätzlich gibt es hier keine Regelungen. Alles was Trost spendet und erinnert kann geeignet sein. Scheint einem kein vorhandenes Memento angemessen, gibt es auch die Möglichkeit, individuelle Erinnerungsstücke anfertigen zu lassen.
Folgende Varianten stehen Hinterbliebenen heute zur Auswahl:
- Fingerabdruck-Gravuren: Hierbei kann etwa der individuelle Fingerabdruck ein Schmuckstück wie ein Kettenmedaillon oder einen Ring zieren.
- Totenmasken: Eine Tradition in manchen Kulturkreisen ist die Anfertigung eines Gesichtsabdrucks in Form einer plastischen Maske.
- Ascheschmuck und Gedenkamulette: Hierbei wird ein winziger Teil der Totenasche in ein verschließbares Schmuckstück gefüllt.
- Erinnerungsdiamanten: Soll es etwas ganz Besonderes sein, kann sogar aus der Asche oder den Haaren einer verstorbenen Person ein Diamant gepresst werden.
Trauerschmuck als alternative Umgangsform und rechtliche Risiken
Ascheschmuck bezeichnet Schmuckstücke, die einen kleinen Teil der Totenasche des Verstorbenen im Inneren einschließen oder diese gestalterisch verarbeiten.
Es ist in Deutschland unter Auflagen möglich, einen kleinen Teil der Asche für Ascheschmuck abzweigen zu lassen. Da das deutsche Bestattungsrecht die Übergabe der Urne oder von Teilen der Asche an Angehörige im Inland untersagt, nutzen Dienstleister legale Wege über das liberalere Ausland, insbesondere über die Niederlande.
Einige dieser Angebote versprechen aber, dass über den Umweg über die Niederlande oder die Schweiz die Angehörigen völlig legal in den Besitz der Urne kommen können.
Manche Dienstleister verweisen darauf, dass die Inbesitznahme der Urne nur eine kleine, nicht einmal mit Strafe belegte Ordnungswidrigkeit sei.
- Um diese Angebote in Anspruch zu nehmen, wird der Verstorbene zunächst in Deutschland normal eingeäschert.
- Dann wird dem Friedhofsamt gegenüber so getan, als würde die Asche in den Niederlanden oder der Schweiz beigesetzt.
Diese Möglichkeit gibt es ja auch grundsätzlich, denn einige Menschen möchten ja tatsächlich im Ausland bestattet sein. - Aber dann wird vor Ort, in Holland oder der Schweiz, anders entschieden und die Asche wird nicht oder nicht vollständig beigesetzt.
- Sie wird dann als Paket den Angehörigen zugestellt – jetzt greift wieder deutsches Bestattungsrecht.
Nur ist es eben nicht so einfach und unproblematisch, sich in den Besitz der Asche zu bringen. Denn es handelt sich zwar nur um eine Ordnungswidrigkeit, aber man weiß nicht, ob nicht ein strenger Staatsanwalt eventuell auch noch eine Störung der Totenruhe daraus konstruiert.
Außerdem mag zwar die Ordnungswidrigkeit mit keiner oder einer nur sehr geringen Strafe belegt sein, jedoch könnte das Friedhofsamt bzw. die Ortspolizei- oder Ordnungsbehörde davon erfahren und eine Beschlagnahme mit Hausdurchsuchung veranlassen, sowie eine durchaus teure Zwangsbestattung von Amts wegen veranlassen.
Hinweis
Einzig der behördlich genehmigte Weg über das Ausland zur Entnahme einer Kleinstmenge sichert Sie rechtlich ab, wenn Sie diesen Schmuck dauerhaft tragen möchten.
Diamantherstellung aus der Asche eines Verstorbenen
Die Diamantherstellung aus der Asche verstorbener Menschen zählt zu den einzigartigsten und den wohl schönsten Erinnerungsstücken, die man sich vorstellen kann. Arthur de Leur aus den Niederlanden widmet sich mit großer Hingabe dieser Bestattungsform, die in einen mehrmonatigen Prozess im Ausland durchgeführt wird.
- Zunächst werden die Urnen dafür in die Niederlande überführt.
- Dort werden sie registriert und mit einem Sammeltransport in die USA geschickt.
- Durch ein spezielles Verfahren wird dort aus dem Kohlenstoff der Asche ein Diamant gepresst.
- Der fertige Diamant lässt sich anschließend in edlen Schmuck einsetzen.
Aus dem Inhalt einer Aschekapsel können auch mehrere Diamanten entstehen, ganz wie Sie es wünschen. Zu beachten ist dabei, dass die Einäscherung nur bei einer bestimmten Temperatur stattfinden darf, sonst entwickeln sich Verbindungen, die die Asche für eine Umwandlung in Diamanten unbrauchbar machen.
Eine weitere Variante bietet der Erinnerungsdiamant, der nur aus Haaren hergestellt wird. In diesem Fall könnte man also bereits vor dem Ableben einen Auftrag für die wertvollen Edelsteine erteilen.
Da jedes dieser Verfahren mit Echtheitszertifikat und einwandfreien Identifizierungsnachweisen erfolgt, ist auch sichergestellt, dass wirklich die richtige Asche als Memento zu den Verwandten zurück kommt.
Wieviel kostet Trauerschmuck?
Die Preise für die Herstellung von individuellem Schmuck variieren erheblich nach Herstellungsart, Materialwert und Aufwand, weshalb Hinterbliebene diese privaten Leistungen separat kalkulieren müssen. Die finanzielle Spanne richtet sich stark nach der gewählten Methode:
| Schmuckart / Methode | Ungefährer Kostenrahmen | Wesentliche Kostentreiber |
|---|---|---|
| Fingerabdruck-Gravur | Günstig bis moderat | Material des Trägers (Silber, Gold), Aufwand der Lasergravur |
| Haarschmuck / Gedenkamulett | Moderat | Handarbeitsstunden des Goldschmieds, Edelmetallgewicht |
| Ascheschmuck (Teilasche) | Moderat bis erhöht | Grenzüberschreitende Überführung und behördliche Gebühren zur Ascheteilung im Ausland |
| Erinnerungsdiamant (Asche/Haar) | Sehr hoch | Mehrmonatiger Syntheseprozess in den USA, Karatzahl, Schliff und Zertifizierung |
Eine filigrane Lasergravur eines Fingerabdrucks auf einem bestehenden Ring oder einem neuen Anhänger bildet meist die preiswerteste Variante. Deutlich aufwendiger gestaltet sich das traditionelle Schmieden von individuellem Haarschmuck oder Gedenkamuletten in einer lokalen Goldschmiedewerkstatt.
Wenn Sie sich für Ascheschmuck entscheiden, schlagen neben den Materialkosten auch die grenzüberschreitenden Überführungsgebühren für die behördlich genehmigte Teilung der Asche im Ausland zu Buche.
Die Diamantbestattung stellt die kostenintensivste Form dar, da die mehrmonatige komplexe Kohlenstoff-Synthese in den USA sowie der abschließende Edelsteinschliff und die Zertifizierung hohe Summen beanspruchen.
Bestattungskosten und Vorsorge rechtzeitig absichern
Für Angehörige kann es zum finanziellen Kraftakt werden, wenn sie einen Todesfall innerhalb der Familie beklagen und für die oftmals hohen Bestattungskosten aufkommen müssen.
Damit Hinterbliebene nicht mehr unverhofft zur Kasse gebeten werden, bietet die SOLIDAR Sterbegeldversicherung ein umfangreiches Leistungspaket zu günstigen Konditionen an, das wie eine Bestattungsvorsorge-Treuhand-Absicherung dargestellt werden kann. Wir sorgen mit unserer Sterbegeldversicherung dafür, dass Hinterbliebene nicht in finanzielle Nöte geraten.
Ihr Vorteil
Ist die Versicherungssumme höher als die tatsächlichen Bestattungskosten, kann mit dem Überschuss auch Trauerschmuck finanziert werden.
Bedeutung für Hinterbliebene und historische Traditionen
Was passiert nach der Trauerzeremonie? Dort hat man zwar die Gelegenheit, gebührend Abschied zu nehmen, doch der Verlustschmerz löst sich deshalb nicht einfach in Luft auf.
Vor allem vergessen möchte man den geliebten Menschen niemals. Schließlich haben Sie zahlreiche Erlebnisse und Abenteuer geteilt, sind zusammen durch dick und dünn gegangen. Und ebenso wertvoll wie diese Erinnerungen ist die Bewahrung dessen, was Sie mit dem verlorenen Menschen verbunden hat.
Daher sind Erinnerungsstücke so wichtig für uns, denn sie stellen eben diese symbolische Verbindung wieder her.
Schmuck dient in Zeiten der Trauer seit Jahrhunderten als sichtbares Zeichen der Verbundenheit. Diese Tradition, die Trauer über ein exklusives Schmuckstück auszudrücken, besitzt eine tiefreichende Geschichte.
Königin Victoria machte nach dem Tod von Prinz Albert im 19. Jahrhundert schwarzen Trauerschmuck aus Jett populär. Jett ist ein fossiles Holz, das durch ein tiefes Schwarz besticht. Dem königlichen Vorbild folgend, etablierte sich das Tragen von speziellem Schmuck fest in Europa, um der Verbundenheit mit den Verstorbenen sichtbaren Ausdruck zu verleihen.
Durch diesen geschichtlichen Wandel wuchs die Bedeutung, die individueller Schmuck für den persönlichen Abschied bis heute einnimmt.
Persönliche Dinge, Fotos und immaterielle Erinnerungen
Persönliche Gegenstände, die den Verstorbenen in seinem Leben begleitet haben, die ihm wichtig waren, erlangen für Sie als Hinterbliebene ebenfalls einen ganz besonderen Wert.
Sie sind Zeugnisse der glücklichen Moments und der Zeit, die Sie gemeinsam verbracht haben. Weitere Formen des Andenkens stellen Fotos und getragene Besitztümer dar.
Außerordentlich wertvoll ist der Ehering – dieser gilt als das Erinnerungsstück schlechthin, weil er im christlichen Verständnis die unendliche Zusammengehörigkeit zweier sich liebender Menschen darstellt. Wenn Sie diesen Ring umgestalten oder ihn als Schmuck nah bei sich tragen, bleibt die Verbindung im Alltag präsent.
Auch Rückblicke auf gemeinsame Reisen, häufig besuchte Orte oder einen Platz, an dem sich der Verstorbene gerne aufgehalten hat, bleiben Ihnen erhalten. Es kann befreiend wirken, diese erneut aufzusuchen und die Erinnerung noch einmal zu durchleben, indem Sie Schritt für Schritt die schmerzhaften Emotionen loslassen und sie in positive umwandeln.


