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Wir wollen billig in den Wald

13.01.2016

Erst einmal ganz grosses Lob für Ihre Engagement. Wir lesen jeden Ihrer Artikel hier.

Meine Frau und ich möchten möglichst preiswert und mit so wenig Aufwand wie möglich bestattet werden. Was ist derzeit die definitiv billigste Variante, um unter die Erde zu kommen.

Uns ist alles egal, unseretwegen kann das eine Entsorgung im Pappkarton sein, wenn man das so sagen darf.

Verstehen Sie uns nicht falsch, Geld hätten wir genug, es geht uns darum, dass niemand sich um das Grab kümmern und dahin gehen würde.

Wir wollen billig in den Wald oder ins Meer, aber das ist völlig egal. Was ist am günstigsten? Keine Trauerfeier, keine Aufbahrung, nichts.

Wir wollen keinerlei Aufwand treiben. Bitte geben Sie uns einen Rat!

Mit Ihrem Wunsch sind sie nicht alleine. Die Trauerkultur verändert sich dahingehend, daß die starren Krusten aufbrechen und heute fast alles möglich ist, ohne das man schief angeschaut wird oder dass den Angehörigen Vorwürfe gemacht werden.

Den Zeremonien und traditionellen Abläufen wird auch nicht mehr so ein hoher Stellenwert beigemessen, wie es früher einmal der Fall war.

Auch der Wunsch nach einer kostengünstigen Bestattung hat heute große Akzeptanz in weiten Teilen der Bevölkerung.

Es gibt eine Reihe von Varianten, die günstiger sind, als die herkömmliche Sarg- oder Urnenbestattung im Einzel- oder Familiengrab mit Grabpflege und Grabstein.

Dazu zählt natürlich das anonyme Grab auf dem Friedhof am Ort. Durch den Verzicht auf Trauerfeier, Aufbahrung, Grabpflege und Grabstein kommt es schon zu einer enormen Kosteneinsparung.

Dennoch aber werden Teile der Friedhofslogistik in Anspruch genommen und es entstehen dann Friedhofsgrundgebühren und auch ein anonymes Grab ist nicht kostenlos.

Hinzu kommt, daß Friedhofsverwaltungen und Bestatter recht kreativ im Erfinden von kleineren Rechnungspositionen sein können, die in der Summe auch so eine einfache anonyme Bestattung teuer machen können.

Die von Ihnen angesprochene Alternative der Seebestattung bietet sich tatsächlich an, wenn man auf eine Mitfahrt der Angehörigen verzichtet. Zwar kostet auch die Seebestattung etwas, jedoch spart man auch hier Grabstein und Grabpflege. Vielen Menschen gefällt der Gedanke, daß das "Seemannsgrab" eine nicht erreichbare Stelle auf hoher See ist und wirklich gar kein Anlaufpunkt auf einem Friedhof besteht.

Durch geschickte Wahl des Bestatters, Preisvergleiche und Auswahl eines günstigen Krematoriums kann die Seebestattung unterm Strich sogar günstiger sein als ein anonymes Friedhofsgrab.

Eine Bestattung in einem Beisetzungswald ist in den meisten Fällen aber eine teure Variante. So angenehm manchen die Vorstellung auch erscheinen mag, irgendwo in der Natur vergleichsweise anonym bestattet zu werden, so gut lassen sich die Firmen, die diese Wälder betreiben, das auch bezahlen. Die Beisetzungsplätze am Fuß eines Baumes sind doch recht teuer, wie ich finde.

Allerdings entfällt hier auch die Grabpflege und einen Grabstein muß man auch nicht bezahlen.

Will man wirklich so billig wie möglich unter die Erde und ist einem alles völlig egal, ja dann muß ich zu einem der Discountangebote raten, die von den sogenannten Billigbestattern aus dem Internet und den Discountanbietern in den großen Städten angeboten werden. Auch viele herkömmliche Bestatter haben günstige Pakete mit Festpreisen im Angebot.

Hier wird mit Komplettpreisen von unter 1.000 Euro geworben.

Allerdings kommen noch amtliche Gebühren und einige Kleinigkeiten hinzu.

Weicht man keinen Millimeter vom Inhalt des angebotenen Billigpakets ab, kann der günstige Komplettpreis Realität werden.

Meist beinhaltet so eine Bestattung die Einäscherung in einem osteuropäischen Krematorium und die Beisetzung nahe dieser Stelle.

Was für eine Variante man aber auch wählt, so lange man in guter Verfassung ist, sollte man die verschiedenen Angebote sorgfältig prüfen und viele Vergleichsangebote einholen.

Im Vordergrund sollte immer die Frage stehen: Was kommt noch hinzu?

Denn gerade die günstige Paketangebote fallen oft dadurch negativ auf, daß es noch Zusatzkosten gibt, die anfangs verschwiegen oder nicht beziffert werden.

 

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