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Wie schütze ich mich vor Abzockern in der Bestattungsbranche?

06.10.2015

Es ist ein altes Leid, daß windige Bestatter immer wieder versuchen, die Trauer der Hinterbliebenen auszunutzen und ihnen überhöhte Rechnungen mit Kosten für Dinge, die gar nicht benötigt werden, aushändigen.

Menschen, die in Trauer sind, sind in diesem Moment nicht wirklich Herr ihrer Sinne.

Bestatter lernen, daß ihre Auftraggeber in einem Bewußtseinszustand sind, der die freie Willensbildung eigentlich ausschließt.

Im Grunde machen Bestatter also wissentlich Geschäfte mit Menschen, die genauer betrachtet eigentlich gar nicht geschäftsfähig sind.

Deshalb verpflichten sich alle Bestatter, die in Verbänden organisiert sind, ihrem Verband und ihren Kollegen und Kunden gegenüber, eben diese Situation nicht auszunutzen und stattdessen ehrlich und fair zu beraten.

Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche, bei den Bestattern sind das nicht mehr als in anderen Branchen auch.

Man denke nur an die Autoreparaturwerkstätten, die - so wie man hört - immer versuchen noch zusätzliche Ersatzteile für gar nicht defekte Teile mit zu verkaufen.

Oder an Schlüsseldienste und Rohrreiniger, die im Rahmen ihrer Noteinsätze auch schon mal über 1.000 Euro für ein aufgebohrtes Schloß oder eine durchgespülte Toilette berechnen.

Die Trauernden sind in einer psychischen Ausnahmesituation, sie nehmen einen Notfalldienst in Anspruch, sie kennen sich mit dem was zu tun ist nicht aus.

Alles das sind Angriffspunkte für Abzocker.

Wie gesagt, davon gibt es nur wenige.

Wie man sie erkennt? Genauso wie man einen Mörder oder Einbrecher oder Betrüger auf der Straße erkennen kann, nämlich gar nicht.

Solche Täter erkennt man nur, wenn sie ihre Tätigkeit ausüben, und bei betrügerischen Bestattern ist das auch nicht anders.

Deshalb schreibe ich Ihnen einmal einige sehr wichtige Ratschläge auf, die Sie vor Abzockern schützen können.

Meine wichtigsten Ratschläge an die Angehörigen sind diese:

     

  • 1) Nehmen Sie jemanden mit zum Trauergespräch, der nicht direkt von der Trauer betroffen ist!
  • 2) Fragen Sie nach, lassen Sie sich alles dreimal erklären!
  • 3) Gehen Sie nicht ohne schriftliche Auftragsbestätigung aus dem Beerdigungsinstitut!
  • 4) Vergleichen Sie die Preise! Wenn Ihnen irgendetwas unklar ist oder spanisch vorkommt, gehen Sie noch zu einem anderen Bestatter!
  •  

Die wichtigsten Ratschläge an die Bestatter sind analog diese:

     

  • 1) Bitten Sie die Trauernden, jemanden mitzubringen, der nicht von Trauer übermannt ist!
  • 2) Erklären Sie alles dreimal, wie für kleine Kinder, spielen Sie „Die Sendung mit der Maus“!
  • 3) Beziffern Sie jeden einzelnen Schritt und geben Sie den Leuten die Kostenaufstellung mit!
  • 4) Machen Sie Ihre Dienstleistungen, Warenlieferungen und Preise transparent! Keine undurchsichtigen Pauschalen.
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Lieber Bestatter, wenn im Trauergespräch alle ordnungsgemäß besprochen wurde und jeder einzelne Schritt des Ablaufs der nächsten Tage erklärt worden ist, und das bitte zweimal, dreimal, dann besprechen Sie die Preise, ob die Leute das wollen oder nicht! Nur was von Anfang an so genau besprochen wurde und was die Leute schwarz auf weiß mit nach Hause nehmen konnten, das hat hinterher, wenn die Rechnung kommt, auch Bestand.

 

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