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Was kann ich beim Testament falsch machen?

09.04.2015

Wir sind beide 78 Jahre alt, meine Frau und ich. Nun haben wir uns durchgerungen und alles bezüglich unserer Beerdigung miteinander besprochen. Mit unseren Kindern und Enkeln wollen wir das nicht besprechen, damit sie nicht denken, wir seien krank und würden uns aufs baldige Sterben so zu sagen vorbereiten. Alles was für eine Beerdigung notwendig ist, haben wir nun in unser Testament geschrieben und dort auch die finanzielle Seite geregelt.

Weshalb sollten wir denn jetzt noch zu einem Bestatter gehen?

Vielen Dank, daß Sie sich mit dieser Frage an mich wenden.

Nun, die Antwort ist ganz einfach: Das Testament ist der schlechteste Platz überhaupt, um Anweisungen für seine Bestattung niederzulegen.

Denken Sie bitte daran, wie so etwas üblicherweise abläuft!

Jemand stirbt, der Arzt wird gerufen, der Bestatter wird angerufen, die Angehörigen suchen beim Bestatter alles aus, die Beerdigung/Einäscherung findet statt.

Sechs Wochen später wird das Testament eröffnet ...

Merken Sie was? Das Testament ist eine Angelegenheit, die oft erst Wochen nach der Beisetzung ein Thema ist. Darin befindliche Anweisungen zur Bestattung kommen zu spät.

Mein Rat: Gehen Sie zu einem Bestatter, besprechen Sie mit ihm alles Notwendige und lassen Sie ihn es niederschreiben. Vom Bestatter erhalten Sie dann jeder einen Vorsorgeausweis. Diesen tragen Sie bitte immer bei sich, am besten direkt beim Personalausweis. Kommt man ins Krankenhaus oder Altenheim, gibt man diesen Ausweis den verantwortlichen Personen zur Einsicht.

Damit ist sicher gestellt, daß im Falle des Todes die Chance besteht, daß man anhand dieses Ausweises Bescheid weiß, daß für Sie beim Bestatter XYZ alle Vorkehrungen getroffen sind.

Nur so können Sie weitestgehend sicher sein, daß auch alles seinen Gang geht. Das ist und bleibt der sicherste Weg.

Auch auf diese Weise müssen Sie nicht mit ihren Kindern und Enkeln sprechen, wenn Sie das nicht möchten. Auch der finanziellen Regelung Ihres Nachlasses über das Testament steht dadurch nichts im Wege.

Nur bitte, stellen Sie die finanziellen Mittel für Ihre Beerdigung durch ein Sparbuch oder Einzahlung auf ein Treuhandkonto dem Bestatter zur Verfügung.

Es ist keine gute Idee, das über den Nachlass zu regeln, da sich hieraus oft Erb- und Verantwortlichkeitsstreitigkeiten unter den Erben ergeben.

 

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