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Versicherer zwischen Leben und Tod

27.07.2017

Diese Schlagzeile hat ein aktueller Artikel in der Zeitschrift Versicherungswirtschaft. Es geht dabei nicht um das Thema Sterbegeldversicherung, sondern um die Situation der gesamten Branche der Lebensversicherung. Früher sei die Lebensversicherungspolice beliebter gewesen als das Sparbuch. Doch das sei längst nicht mehr so. Für die Versicherungsgesellschaften seien die hochverzinsten Altverträge aufgrund der Niedrigzinsphase zum Problemfall geworden.

Im Neugeschäft haben 90% der Verträge keine Zinsgarantien mehr, was früher das Wesensmerkmal eines Lebensversicherungsvertrages war. Die künftigen Überschussbeteiligungen sind bei neuen Policen variabel. Üblicherweise werden die Überschüsse an die Entwicklung von Aktien- und Indexfonds gekoppelt. Werden am Kapitalmarkt keine Überschüsse erzielt, gibt es für die Kunden keine Überschussbeteiligung. Die Versicherer haben keine Probleme wie bei den Altverträgen, in denen häufig Mindestverzinsungen von über 3% garantiert sind. Die Versicherer sind bei den Neuverträgen ohne Zinsgarantien also fein raus, das Anlagerisiko ist auf den Kunden abgewälzt. Das kritisieren Verbraucherschützer zurecht.

Wie gehen deutsche Sterbekassen mit dem Thema um? Hierbei ist wichtig zu wissen, dass Sterbekassen keine Lebensversicherungsgesellschaften sind. Sterbekassen unterliegen einer strengeren Regulierung durch die BaFin als die Lebensversicherer und sind ein eigener Aufsichtszweig der BaFin. Eine Sterbekasse kann eben nicht wie ein Lebensversicherer nach eigenem Ermessen für neue Tarife die Zinsgarantien streichen. Sämtliche Tarifmerkmale müssen durch die BaFin genehmigt werden. Ein ersatzloses streichen von Zinsgarantien ist in Neutarifen von Sterbekassen nicht vorgesehen, d.h. es werden unverändert Tarife mit klassischen Zinsgarantien im Neugeschäft angeboten. Warum kommen Sterbekassen damit offenbar gut klar, während Lebensversicherer sich beschweren, dass mit solchen Verträgen kein Geld mehr zu verdienen sei, und Altbestände mit Zinsgarantien daher abgewickelt werden? Bei der Beantwortung dieser Frage wird der elementare Unterschied zwischen einer Sterbekasse und einem Lebensversicherer deutlich. Lebensversicherer müssen Gewinne machen, um die Dividendenerwartungen ihrer Aktionäre zu erfüllen und die Erschließung neuer Märkte zu finanzieren (z.B. Kauf von Wettbewerbern im In- und Ausland). Wenn zunächst  Zinsgarantien erfüllt werden müssen, bleibt für Dividenden und Expansionsfinanzierung nicht mehr viel übrig.

Grundlegend anders ist die Situation bei Sterbekassen. Hier gibt es keine Aktionäre mit Dividendenerwartungen und keinen Finanzierungsbedarf für die Erschließung neuer Märkte. Sterbekassen handeln nach dem Motto "Schuster bleib bei deinen Leisten". Die Gewinne auch von kleineren Sterbekassen können auch in der heutigen Zeit enorm sein. Was passiert damit? Alle Gewinne bleiben in der Kasse und werden den Kunden als Überschussbeteiligung gutgeschrieben. Das kann in Form von Bonuszuweisungen, Gewinnzuschlägen oder Beitragsrabatten erfolgen. Deutschlands Top-Sterbekassen beglücken ihre Mitglieder mit allen drei Formen der Überschussbeteiligung. Hier lohnt es sich genau hinzusehen. Spätestens an dieser Stelle trennt sich die Spreu vom Weizen. Sterbekassen sind Produktspezialisten und bieten deutlich kundenfreundlichere Tarife als die Lebensversicherer an. Eine eher selten anzutreffende Form der Überschussbeteiligung ist der Beitragsrabatt. Dies ist ein Rabatt auf den Tarifbeitrag und beteiligt den Kunden bereits bei der Zahlung des Beitrags am Gewinn der Sterbekasse. Ein solcher Rabatt muss durch die BaFin genehmigt werden und setzt eine nachhaltige und dauerhafte Gewinnsituation der Sterbekasse voraus. Bei der SOLIDAR beträgt der Beitragsrabatt bis zu 18%. So etwas wird man bei einem Lebensversicherer kaum finden. Dort müssen also Kunden verzichten, damit Dividenden und die Unternehmensexpansion finanziert werden können.

Hier wird klar, dass Sterbekassen eine völlig andere Wertorientierung als die Lebensversicherer haben. Bei einer Sterbekasse geht es darum, dass die Police jedes Mitglieds über die Laufzeit eine optimale Wertsteigerung erfährt. Das sollten Interessenten wissen, wenn sie sich mit den Angeboten von Vertretern der Versicherungsgesellschaften oder von Maklern beschäftigen. Sterbekassen haben übrigens keine eigenen Vertreter. Viele Makler bieten die Angebote von Sterbekassen nicht an, weil Sterbekassen üblicherweise keine hohen Abschlussprovisionen zahlen.

Jetzt sind Sie dran: Was ist besser? Sterbekasse oder Lebensversicherer? Haben Sie schon vorgesorgt? Schreiben Sie uns eine E-Mail, wenn Sie Fragen haben.

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