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Überwachungskamera auf dem Friedhof

22.06.2015

Ich habe die Schnauze voll. Schon dreimal haben Vandalen unser Grab zerstört. Eine teure Grabvase wurde gestohlen, die Metallbuchstaben auf dem Stein abgeflext und dabei der Stein beschädigt.

Die Polizei ist machtlos. Der Friedhof wird nun abends abgeschlossen aber die Diebe kommen über die Mauer.

Jetzt habe ich eine batteriebetriebene Überwachungskamera angeschafft und geschickt getarnt auf dem Grabstein montiert.

Allerdings verlangt die Friedhofsverwaltung aus "DATENSCHUTZGRÜNDEN", daß ich die wieder weg mache. Dürfen die das? Ich meine, ich habe das Grab ja gekauft, das ist MEIN Grundstück!!! Ich leg mich sonst auf die Lauer!

Ich kann Ihren Unmut sehr gut verstehen.

Es ist eine Sauerei, daß sich Diebe ausgerechnet die letzten Ruhestätten für ihr kriminelles Treiben aussuchen.

Aber die gestiegenen Rohstoffpreise machen eben auch Friedhöfe für diese Art von Kriminellen interessant.

Vielleicht kommt für Sie eine solche Grabmal-Versicherung in Frage, wie sie als Schutzbrief derzeit angeboten wird. Prüfen Sie aber, ob die Versicherung auch die Art von Schäden ersetzt, die bei Ihnen vorkommen.

Was die Kamera anbetrifft, so hat die Friedhofsverwaltung Recht. Man darf keine Überwachungskamera aufstellen, die eventuell auch harmlose Friedhofsbesucher einfach so aufzeichnet.

Hier wäre die Genehmigung jedes Einzelnen einzuholen. "Recht am eigenen Bild" wäre hier das Stichwort.

Sie haben auch mit dem Grabvertrag kein Grundstück erworben.

Die Friedhofsverwaltung überläßt Ihnen ein eng umrissenes Nutzungsrecht für einen bestimmten Zeitraum.

Irgendwelche darüber hinaus gehende Rechte lassen sich daraus nicht ableiten.

Sich selbst auf die Lauer zu legen, ist auch keine gute Idee.

Das könnte dazu führen, daß die Diebe, wenn sie sich ertappt fühlen, gewalttätig werden.

Die Strafverfolgung ist Sache der Polizei.

Wichtig ist, daß jeder Vorfall bei der Polizei auch angezeigt wird.

Nehmen Sie die Sache nicht selbst in die Hand!

 

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