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Trump - der twitternde Präsident

07.08.2017

Vor einem halben Jahr hatten wir uns in einem Blogbeitrag mit dem neugewählten amerikanischen Präsidenten Trump beschäftigt. Was hat er in dem halben Jahr bewegt? Was ist aus seinen Ankündigungen geworden? Die Antwort lautet: nichts!

Vor sechs Monaten, waren grundlegende kurzfristige Reformen des Steuersystems sowie des Gesundheitswesens angekündigt. Die Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik sollte mit der symbolträchtigen Mauer an der mexikanischen Grenze einen Richtungswechsel erfahren. Die Außenpolitik sollte nach dem Motto "America first" neu ausgerichtet werden.

Diese Themen sollen hier nicht erläutert werden, da sich nichts nennenswertes bewegt hat. Stattdessen haben andere Schlagzeilen die Welt bewegt: Russlandaffäre, Ausstieg aus dem Klimaschutzabkommen, krachende innenpolitische Niederlagen in Kongress und Senat, personelle Wechsel in atemberaubendem Tempo, sinkende außenpolitische Bedeutung in Europa uns Asien.  

Eine der wenigen Konstanten sind die Familienmitglieder des Präsidenten, die ihn beratend umgeben. Vielleicht fällt gerade deswegen die bisherige Bilanz der Präsidentschaft so ernüchternd aus.

Wesentlicher Kommunikationskanal für Präsident Trump ist sein Twitter account. Dort hat er aktuell über 35 Millionen Follower. Was bringt ihm das eigentlich? Heute twittert er z.B.: "Die Fake News Medien lehnen es ab, über die Erfolge meiner ersten 6 Monate zu berichten ...". Was bringt eine solche Meldung? Auf jeden Fall viele Kommentare. Bereits wenige Stunden nachdem er dies getwittert hat, sind hierzu ca. 18.000 Kommentierungen zu lesen. Es werden kübelweise ironische Kommentare und Beschimpfungen über Trump getwittert. Trump hat also keine Fangemeinde auf Twitter, sondern verstärkt mit jedem Tweed die unglaublich hohe Anzahl negativer Kommentare über ihn. Warum er das weiter befeuert, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Auf der anderen Seite kann man die Amerikaner zur funktionierenden Gewaltenteilung nur beglückwünschen. Justiz und die beiden politischen Kammern (Senat und Kongress) sind offenbar wenig beeindruckt von ihrem Präsidenten und haben in den vergangenen Monaten wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Amerika funktioniert trotz des Präsidenten einwandfrei. Vor allem die Wirtschaft ist wenig beeindruckt. Seit der Vereidigung von Trump haben die Kurse an der Wall Street um ca. 20% zugelegt. Trump feiert dies als einen seiner Erfolge.

Eins ist sicher. Der Unterhaltungswert dieses Präsidenten bleibt hoch. Es wird spannend sein, die weitere Entwicklung mitzuverfolgen.

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