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Sterbegeld auch bei Suizid?

Wird denn auch bei Selbsttötung ein Sterbegeld gezahlt?

Lieber Herr Wilhelm, liebe Damen und Herren von der Solidar!

Bitte keine Angst, ich habe nicht vor, mich umzubringen. Aber in meinem Bekanntenkreis gibt es einen Herrn, der immer wieder davon spricht, sich eines Tages das Leben zu nehmen.

Er hat eine Krebserkrankung und muß unter der Therapie starke Schmerzen leiden.

Klugerweise hat er für seine Bestattung vorgesorgt und auch ein Testament gemacht.

Auf die Idee hat ihn Ihr Blog gebracht. Aus meiner Sicht, dafür vielen Dank!

Jetzt stellt sich mir und einer Bekannten aber die Frage, wie das denn ist, wenn sich Herr K. eines Tages eventuell umbringt.

Dann zahlt die Solidar doch gar kein Sterbegeld, oder?

Ein Rentenexperte hat uns gewarnt.

Können Sie uns da Antwort geben und Licht ins Dunkel bringen?

Sie brauchen sich da keine Gedanken machen. In diesem Fall wird das Sterbegeld gezahlt.

Einen Ausschluß der Zahlung wegen Suizid sehen die Satzung der Solidar und das Produktinformationsblatt nicht vor.

Aber es gibt eine Einschränkung. Wenn der Tod durch einen Suizid herbeigeführt wurde, hat man keinen Anspruch auf die Zahlung der doppelten Summe, die es gäbe, wenn der Tod durch einen Unfall eintritt.

Das gilt insbesondere auch dann, wenn der suizidale Tod durch ein Unfallereignis herbeigeführt wurde.

Mit andere Worten:

Wenn jemand einen schweren Autounfall erleidet und an den Folgen verstirbt, gilt das als Unfall und es gibt die doppelte Versicherungssumme.

Wurde der Unfall aber herbeigeführt, um sich zu töten, gibt es dieses Geld nicht.

In der Satzung heißt es dazu:

Stirbt das Mitglied nach Vollendung des 14. und vor dem Ende des Versicherungsjahres, in dem der Versicherte das 75. Lebensjahr, in Tarif 13, 16 und 19 das 65. Lebensjahr, vollendet, infolge eines Unfalls innerhalb eines Jahres nach dem Unfallereignis, so wird bei Versicherungen mit laufender Beitragszahlung zum satzungsmäßigen Sterbegeld ein Unfall­Zusatzsterbegeld in Höhe der jeweils abgeschlossenen Versiche­rungssumme gemäß des gültigen Beitrags­ und Leistungstarifes gezahlt.

Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheits­schädigung erleidet.

Infektionskrankheiten und Selbsttötung gelten nicht Unfall.

Ausgeschlossen sind Unfälle infolge von Kriegsereignissen oder durch Teilnahme an inneren Unruhen und Verbrechen sowie durch Teilnahme an Wettfahrten, ferner Unfälle infolge von Geistes­- und Bewusstseins­störungen, es sei denn, dass diese Anfälle oder Störungen durch einen Unfall hervorgerufen waren.

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