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So tricksen die Versicherungen - Aufgepasst!

18.11.2016

Heinz Müller bekommt Post von seiner Lebensversicherung.

Die Gesellschaft bittet ihn, seine E-Mailadresse mitzuteilen, damit man ihn künftig besser per Mail erreichen kann.

Luise Schundler erhält einen ähnlichen Brief, nur soll sie ihre Mobilnummer angeben oder bestätigen, daß sich ihre Adresse nicht geändert hat.

Das ist aber nett von den Versicherern, daß sie so um einen guten Kontakt zu ihren Kunden bemüht sind, möchte man denken.

Doch Heinz Müller wird stutzig. Er soll das Formular, in dem er seine Mailadresse angegeben hat, nämlich auch unterschreiben. Wozu?

Er liest das etwas kleiner Gedruckte weiter unten auf dem Brief und entdeckt, versteckt in einem Wust von Datenschutzhinweisen und Ausfüllanleitungen, daß er mit der Rücksendung dieses Formulars seine Versicherung kündigt.

Luise Schundler war nicht so aufmerksam, sie teilte ihre Handynummer mit, unterschrieb den Zettel und hatte ohne es zu ahnen, ihre Versicherung gekündigt.

Sie erhält nun den äußerst geringen Rückkaufwert, der nicht einmal die eingezahlten Beiträge abdeckt. Und Luise Schundler hatte viele, viele Jahre brav jeden Monat einen deutlichen Betrag dort eingezahlt. Schließlich sollte die Lebensversicherung einmal ihre Altersversorgung darstellen.

Und dafür hätte diese Lebensversicherung auch getaugt, denn Frau Schundler hatte die Versicherung abgeschlossen, als ihr die Versicherungsgesellschaft noch 4% Garantiezins anbieten konnte.

Nur hat inzwischen die Zentralbank den Zins auf Null gesenkt und die Versicherer wissen nicht mehr, wie sie diese älteren Verträge vernünftig bedienen sollen.

was liegt also näher, als die Vertreter loszuschicken und die Leute aus ihren Verträgen rauszuquatschen? Oder aber man trickst ein wenig und versucht, die Kunden mit solchen Verträgen dazu zu bewegen von selbst zu kündigen.

Es ist also ganz einfach: Wer in diesen Tagen Post von seiner Lebensversicherung erhält, oder bei wem ein Vertreter vor der Tür steht, der sollte vorsichtshalber erst mal gar nichts unterschreiben. Im Zweifelsfall heißt es: Lieber erst zur Verbraucherzentrale oder einem Anwalt gehen!

 

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