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Manchmal teurer als eine Bestattung - Rohrreinigung

22.02.2016

Am vergangenen Wochenende war bei Bekannten ein Abflussrohr verstopft.

Das Wasser stand schon in den Toiletten und drohte die Wohnung zu überschwemmen.

Was tut man in so einem Fall? Man ruft den Abfluss-Notdienst.

Der ist dann wohl auch gekommen, hat umfangreiches Gerät ausgepackt, zwei Stunden lang mit der motorbetriebenen Spirale die Rohre ausgefräst und dann noch mit der Kanal-Kamera alle Leitungen kontrolliert.

Etwas über 1.200 Euro hat der Einsatz der beiden Rohrreiniger gekostet ...

Eine Menge Geld, muss ich sagen. Dafür bekommt man locker schon eine günstige Feuerbestattung, um mal diesen etwas schrägen Vergleich zu bemühen.

Dabei müßten viele Einsätze der Rohrreiniger gar nicht sein.

Robert, ein anderer Bekannter, arbeitete jahrelang bei einem solchen Unternehmen und sagte mir: "Schuld sind die Sparklos. Diese Toiletten mit den Sparspülungen. Da wird drauf geachtet, so wenig Wasser wie möglich zu verwenden und dann wundern sich die Leute, daß das ganze Zeug irgendwann nicht mehr richtig durchs Rohr gespült wird."

Da hat Robert Recht. Es genügt anfangs nur ein Fetzen Papier, der an einer Biegung, einem Knick oder einer Anschlußstelle hängenbleibt, es folgt im Laufe der Zeit immer mehr und schließlich bleibt einmal eine größere Menge Papier hängen und irgendwann geht nichts mehr.

Dagegen hilft nur eins: Gründlich spülen!

Es ist wirklich wahr. Dieses einfache Mittel hilft effektiv und beugt Rohrverstopfungen vor.

Je mehr Papier man verwendet hat, umso wichtiger ist es, auch mal viel Wasser durchs Rohr laufen zu lassen.

Robert sagt weiter: "Ab und zu mal einen Putzeimer voll Wasser durch die Leitungen jagen, das hilft auch schon was."

Einer der Hauptübeltäter sind aber auch Essensreste, weiß der Mann vom Rohrreinigungsdienst. "Da sind oft Sachen dabei, die sich nicht mal so eben auflösen. Im Abwasserrohr gibt es keine Magensäure, da zersetzt sich vieles eben nicht, sondern bleibt hängen und sorgt früher oder später für Ärger.

Dicke Windeln und vor allem Katzenstreu gehöre absolut nicht ins Klo, meint der Fachmann. "Alles was dick ist und sich voll Wasser saugen kann, ist tabu. Und Katzenstreu saugt sich voll Wasser, verklumpt und wird fest wie Beton. Damit hat sich schon mancher seine Leitungen ruiniert."

Auch von chemischen Rohrreinigern hält der Kenner wenig. "Die chemische Keule kann man bei einem verstopften Waschbecken helfen, aber nicht bei großen Rohren und wenn es schon zu spät ist. Die Rohrreiniger ätzen und lösen die verstopfenden Partikel auf, dabei entsteht manchmal soviel Hitze, das halten moderne Plastikrohre gar nicht aus."

Und was ist mit den mechanischen Reinigungsgeräten aus dem Baumarkt oder aus der TV-Werbung?

"So ein Pümpel ist eine gute Sache, das hat sich bewährt. Aber es genügt so ein Gummiding mit Holzstiel, alles andere ist Humbug. Auch so eine Handspirale, die man ins Rohr und um die Ecken schieben kann, kann gut helfen, wenn die Verstopfung damit erreichbar ist."

Gar nichts hält Robert von den Jetpumpen, die mit Luft oder Wasserdruck die Rohe "durchschießen" sollen. "Das funktioniert nur im Fernsehen, wo alle Rohre dicht sind. Im Haushalt hat man Überlauföffnungen wo der Druck verlorengeht. Die taugen eher weniger."

Der wichtigste Tip vom Fachmann: "In Waschbecken gehört nur Wasser und Seife und ins Klo gehören keine Essensreste. Immer gut spülen!"

"Ab und zu einen Eimer mit heißem Wasser und einem Schuß Spülmittel durchs Waschbecken und Klo jagen, dann läuft es!"

 

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