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Kann man die Verzinsung einer Versicherung selber nachrechnen?

31.01.2017
Nicht so einfach: die Verzinsung einer Versicherung

Die Berechnung der Rendite und Verzinsung einer kapitalbildenden Versicherung wie bei einer Lebensversicherung, Rentenversicherung oder Sterbegeldversicherung ist für den Kunden kaum möglich. Selbst die Aussagen von Fachleuten zur Rendite von Versicherungsverträgen sind teils widersprüchlich. Warum ist das so? Wir versuchen das mal ohne Versicherungschinesisch zu erklären. Wenn ein Kunde z.B. € 100,- in den Versicherungsvertrag einbezahlt, fließt das Geld in drei verschiedene Töpfe. Nehmen wir unsere Sterbegeldversicherung als Beispiel, da eine solche Police eher eine einfach zu kalkulierende kapitalbildende Versicherung ist:

  • Topf 1: von den € 100,- fließen ca. € 2,00 in den „Kostentopf“. Hieraus werden die Kosten der Solidar abgedeckt. Wichtig zu wissen, dass hieraus auch die Kosten nach Erreichen der Beitragsfreistellung mitfinanziert werden müssen.
  • Topf 2: von den € 100,- fließen ca. € 5,00 in den „Risikotopf“. Mit einer Sterbegeldversicherung wird schließlich das Risiko des vorzeitigen Todes abgedeckt. Leider sterben einige Mitglieder bereits wenige Jahre nach Abschluss der Versicherung. Obwohl erst wenig eingezahlt wurde, leisten wir die volle vereinbarte Versicherungssumme. Diese vorzeitigen Leistungsfälle bezahlen wir aus diesem „Risikotopf“.
  • Topf 3: Der Großteil der angenommenen € 100,- fließt in den „Spartopf“, in diesem Beispiel wären das € 93,00. Nur dieser Spartopf verzinst sich mit dem Garantiezins, der bei der Solidar 1,75% fest für die gesamte Laufzeit beträgt.

Doch was passiert mit den zusätzlichen Gewinnen, die in der Solidar entstehen,

  • wenn nicht alle kalkulierten Kosten benötigt wurden (Topf 1),
  • wenn nicht so viele Menschen wie kalkuliert vorzeitig versterben (Topf 2),
  • wenn die Rendite aus den Kapitalanlagen der Solidar oberhalb des Garantiezinses von 1,75% liegt (Topf 3) ??

Hier kommt das Wort „Solidar“ zum tragen. Wir müssen keine Dividenden an Aktionäre bezahlen, das Geld wird auch nicht für versicherungsfremde Zwecke verwendet. Alles fließt in Form von Bonifizierungen, Beitragsrabatten oder Gewinnzuschlägen an die Mitglieder zurück.

Die anfängliche Frage nach der Verzinsung einer Versicherung ist damit aber noch nicht beantwortet. Dazu müssen  die gerade genannten Gewinnbestandteile ins Verhältnis zum erreichten Sparanteil der Versicherung (Topf 3)  gesetzt werden. Bei der Solidar hat dieses Verhältnis in den letzten Jahren bei 4% p.a. gelegen. Auch wir merken, dass es an den Kapitalmärkten weniger zu verdienen gibt. Voraussichtlich wird sich diese Verzinsung in den kommenden Jahren Richtung 3% entwickeln. Doch wo bekommt man als Kunde sonst risikolos noch 3 bis 4% (wenn Sie einen Tipp haben, schreiben Sie uns!). Bei Banken und Sparkassen bestimmt nicht, auch bei anderen Versicherungsgesellschaften eher nicht! Die meisten Versicherer liegen heute schon bei nur noch maximal  2,5%, weil sie höhere Vertriebs- und Verwaltungskosten haben, Dividenden ausschütten, oder wie aktuell in den Zeitungen von der Allianz zu lesen ist, für zweistellige Milliardenbeträge Konkurrenten aufkaufen. So etwas gibt es bei einer Sterbekasse nicht.

Häufig hören wir das Argument: Das mit der ordentlichen Verzinsung der in die Sterbekasse eingezahlten Gelder mag ja sein. Was habe ich davon, wenn ich tot bin?

Ja, wir bieten eben eine Versicherung und keinen Sparplan an. Wie geschildert, zahlen wir auch bereits nach wenigen Jahren die Versicherungssumme im Leistungsfall aus (Topf 2). Freuen tun sich auf jeden Fall die Erben. Die Auszahlung des gut verzinsten Kapitals ist grundsätzlich erbschaftssteuerfrei. Häufig zahlen wir im Leistungsfall Beträge von mehr als € 10.000,- aus, obwohl ggfs. nur € 4.000,- vom Mitglied eingezahlt wurden. Das ist die Wirkung des Zins- und Zinseszinseffektes bei Versicherungen, die über Jahrzehnte laufen. Wir erhalten immer wieder Dankesbriefe und positive Bewertungen auf unserer Homepage (ekomi), weil die Familie über die Auszahlungssumme positiv überrascht wurde.

Wir hoffen, das wir mit diesen Ausführungen dazu beitragen können, das nicht ganz einfache Thema verständlich zu machen. Bei Rückfragen sprechen Sie uns gerne an!

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