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Kaffeekärtchen, kennen Sie nicht?

31.03.2015

Ich stamme aus dem Ruhrgebiet und das gehört im weitesten Sinne zum Rheinland. Und das Rheinland ist ohne Kaffeekärtchen bei Beerdigungen nicht denkbar.

Obwohl, so ein bißchen aus der Mode gekommen ist es schon, das Kaffeekärtchen.

Menschen aus Süddeutschland und den so genannten neuen Bundesländern werden sich fragen, von was ich rede. Die meisten werden den Begriff Kaffeekärtchen gar nicht kennen.

Nun, das Kaffeekärtchen ist eine etwa visitenkartengroße Karte, die man dem Totenbrief bzw. der Trauerkarte beilegt, die man an Bekannte und Verwandte verschickt, um den Tod einer Person zu melden.

Der Sinn solcher Totenbriefe ist ja klar, sie teilen mit, wer gestorben ist, wie seine Lebensdaten waren, wer alles um den Verstorbenen trauert und wann die Beerdigung ist.

Oft findet aber nach der Trauerfeier und der Beerdigung noch ein Kaffeetrinken mit den Trauergästen statt. Und da möchte man natürlich nicht, daß Hinz und Kunz, Kreti und Pleti und vielleicht noch der gesamte Gesangsverein kommt.

Oder vielleicht möchte man doch, daß der Gesangsverein kommt?

Nun, genau hier kommt das Kaffeekärtchen ins Spiel!

Auf diesem Kärtchen lädt man alle Personen, die man dabei haben möchte, zum Kaffeetrinken oder Mittagessen ein.

Und das Kärtchen steckt man nur in den Leuten mit in den Briefumschlag der Trauerdrucksache, die man explizit einladen möchte.

Alle anderen bekommen so ein Kärtchen nicht.

[lightgrey_box]Im Anschluß an die Beerdigung laden wir zum Kaffeetrinken in die Gaststätte "Zur letzten Träne", An der Friedhofsmauer 23[/lightgrey_box]

Einzelnen Personen, die zur Beerdigung gekommen sind, und bei denen man dann nachträglich noch den Entschluß fasst, sie einladen zu wollen, spricht man nach der Beerdigung die Einladung dann persönlich aus.

Solche Kaffeekärtchen sind eine, wie ich finde, sehr praktische Angelegenheit.

 

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