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Ist ein Sparbuch wirklich sicher?

26.05.2015

Man hört von Bestattern immer wieder Geschichten rund um das Sparbuch. Als Bezahlung für eine Bestattungsvorsorge soll man ein Sparbuch dort abgeben.

Ist das wirklich wahr?

Das ist so eine Sache.

Früher war es Gang und Gäbe, dem Bestatter ein Sparbuch auszuhändigen. Dieses trug dann den Sperrvermerk "Nur gegen Sterbeurkunde auszahlbar". Damit war sichergestellt, daß keiner schon vor dem Ableben an das Geld konnte und dadurch, daß das Buch beim Bestatter lag, konnte dieser auch sicher sein, im Todesfall das Geld auch zu bekommen.

In der Branche herrscht allgemeine Verunsicherung über die Sicherheit von Sparkassenbüchern und deren Tauglichkeit als Hinterlegung für Bestattungsvorsorgen.

Vorab kann ich sagen, daß nach meiner Einschätzung heutzutage das Sparkassenbuch in dieser Hinsicht ausgedient hat.

Wir lassen einmal dahingestellt, ob das überhaupt rechtens ist, aber viele Spar- und Kreditinstitute sind dazu übergegangen, im Todesfall die Sparkonten und Girokonten über einen Kamm zu scheren, um es mal vereinfacht zu sagen.

Ein eventuelles Minus auf dem Girokonto wird oft einfach durch das Guthaben eines Sparkontos ausgeglichen, damit das Institut am Ende nicht in die Röhre schaut.

Auch in Hinblick auf den Durchgriff der Sozialbehörden im Falle von Altersbedürftigkeit hat sich das Sparbuch in den letzten Jahren nicht mehr bewehrt.

Bestatter nehmen deshalb keine Sparbücher mehr an. Zu groß ist die Gefahr, daß sie am Ende nur eine Loseblattsammlung von Sparkontoauszügen haben, die keinen Pfifferling mehr wert sind.

Dies hat in weiten Teilen der Branche zu großer Verunsicherung geführt und es sind zum Teil erschreckend dumme und falsche Behauptungen im Umlauf. Das kommt nicht zuletzt daher, daß einige Bestatter und Verbandsvertreter gebetsmühlenartig die Anlage der Kundengelder auf einem Treuhandkonto einfordern.

Nun muß man aber zunächst einmal zweierlei Kunden unterscheiden:

a) diejenigen, die schon über einen für die Bestattung ausreichenden Betrag verfügen, und

b) diejenigen, die das Geld noch nicht zusammen haben.

Die, die das Geld schon haben, dürften eher auf der Suche nach einer Möglichkeit sein, dieses vor dem Sozialamt zu schützen. Ihr Interesse liegt darin, später wenigstens die würdevolle Bestattung zu bekommen, für die sie lange gespart haben und die sie sich wünschen.

Hier kann guten Gewissens nur die Sterbegeldversicherung mit Einmalzahlung oder das Treuhandkonto beim Bestatter empfohlen werden. Beide Varianten sind vergleichsweise sicher, die Sterbegeldversicherung bietet aber mit Abstand mehr Rendite, wie es scheint.

Wer jedoch das Geld noch nicht zusammen hat, der sei vor Sparverträgen gewarnt! Sehr dumme Menschen aus der Bestatterbranche empfehlen immer noch Sparverträge, bei denen man regelmäßig einen bestimmten Betrag auf ein Sparkonto einzahlt.

Bei einer jämmerlichen Verzinsung wird man am Ende aber nur exakt den Betrag zusammen haben, den man sich als Endziel gesetzt hat.

Besser ist es, das Geld in eine Sterbegeldversicherung einzubezahlen.

Da kommt am Ende durch Gewinnbeteiligungen und Überschüsse eine deutlich höhere Summe heraus.

Beide Varianten haben einen Nachteil. Wenn man gerade erst anfängt einzuzahlen, hat man die erste Zeit nicht genügend Geld für eine Bestattung zusammen. Bei der Sterbegeldversicherung endet dieser Zustand nach der kurzen dreijährigen Wartefrist. Ab dann zahlt die Versicherung die volle Bestattung, egal wie wenig man einbezahlt hat!

Beim Sparvertrag bleibt das aber bis zum Ende so! Stirbt man vorher, kommt nicht genug für eine Bestattung heraus.

Klingt bitter, ist aber leider so.

Deshalb gibt es zur Sterbegeldversicherung keine Alternative.

 

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