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Immer wieder ein Problem: Überhöhte Bestatterrechnungen

15.10.2015

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Bestattungsexperte werden mir immer wieder Bestatterrechnungen vorgelegt und ich werde um eine Einschätzung gebeten.

In fast allen Fällen geschieht das, weil der Einsender mit der Rechnung nicht einverstanden ist und sie für überhöht hält.

Allerdings ist es in den seltensten Fällen so, daß die Rechnungen tatsächlich stark überhöht sind. Vielmehr stellt sich bei näherer Betrachtung meist heraus, daß die Bestatterkunden von falschen Voraussetzungen ausgegangen waren.

Natürlich gibt es immer wieder auch Rechnungen von schwarzen Schafen, die es zu beanstanden gilt. Diese Fälle bespreche ich meist im Bestatterweblog.

Wie aber bereits oben beschrieben, findet sich in der großen Mehrheit der Fälle kein Grund zur Beanstandung. Die Kunden hatten lediglich Folgendes nicht berücksichtigt:

     

  1. Der Bestatter war nach dem Preis für eine Beerdigung gefragt worden. Diesen hatte er genannt, und zwar seine Kosten, also jenen Teil der Rechnung, den er selbst verursacht. Er hatte auch erwähnt, daß da noch amtliche Kosten hinzukommen würden, den Angehörigen war aber nicht bewußt, daß die Gebühren für Trauerhalle, Grab, Blumen und Zeitungsanzeige schnell noch einmal so viel oder gar mehr betragen als die reinen Bestatterkosten.
  2. Die Kunden waren beim ersten Beratungsgespräch von der Trauer so eingenommen, daß sie vieles was der Bestatter gesagt hat, gar nicht mitbekommen haben. Sie erinnerten sich bei Erhalt der Rechnung nicht mehr daran, daß auch diese Punkte besprochen worden sind und sie sogar dafür unterschrieben hatten.

  3. Während der Bearbeitung des Trauerfalls änderten sich die Wünsche der Angehörigen, beispielsweise wählten sie kurzfristig einen anderen Sarg oder anderen Blumenschmuck und achteten nicht darauf, daß durch mehrere Änderungen in der Summe ein wesentlich höherer Rechnungsbetrag entstanden war.
  4. Im Zuge der Bearbeitung stellen sich Schwierigkeiten heraus, die eine Mehrberechnung durch den Bestatter rechtfertigen. Als Beispiel sei hier einmal genannt, daß der Bestatter bei der Abholung des Verstorbenen im Krankenhaus feststellt, daß dieser über 200 Kilo wiegt. Hier fallen Erschwerniszuschläge, höhere Personalkosten, Kosten für einen größeren Sarg und ein breiteres Grab an.
  5.  

Das sind nur die häufigsten Punkte die vorkommen.

Es darf nicht unerwähnt bleiben, daß manche Bestatter auch bewußt mit diesen Elementen spielen. So wird gern, wenn unverbindlich nach dem Preis einer Bestattung gefragt wird, nur der niedrige Satz für eine einfache Feuerbestattung ohne die amtlichen und kirchlichen Gebühren genannt.

Im Falle eines Falles hilft wirklich nur, daß man immer noch jemanden zum Beratungsgespräch mitnimmt und auf jeden Fall eine schriftliche Kostenaufstellung über alle anfallenden Kosten und Gebühren mit nach Hause nimmt.

Ändert man nachträglich noch etwas oder bestellt noch was dazu, dann sollte man auch hierfür die Preise exakt erfragen und auf dieser Kostenaufstellung mit Zeit, Datum und Name des Bestatter-Mitarbeiters vermerken.

 

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