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Gräber werden teurer - Sind die Waldbestattungen schuld?

26.03.2016

Die Gräber auf den Friedhöfen werden immer teurer.

Warum das so ist, möchte ich Ihnen kurz erklären.

Grundsätzlich bin ich ja der Meinung, daß die Bestattung Teil der hoheitlichen Aufgaben einer Kommune ist. Die Bürger einer Stadt sollen eines Tages auch einen Platz auf einem der Friedhöfe dieser Stadt finden und dort bezahlbar unter die Erde kommen.

Unsere Gesetzgeber sehen aber die Verantwortung für die Bestattung in erster Linie bei den Familien. So sehen dann die Landesbestattungsgesetze auch die Familien in der Pflicht, die Bestattung zu bezahlen.

Dennoch stehlen sich die Städte und Gemeinden nicht gänzlich aus der Verantwortung. Sie sehen das Friedhofswesen durchaus als wichtige Angelegenheit und schießen oft genug beträchtliche Summen für den Erhalt der Friedhöfe zu.

Allerdings hat die Sache einen Haken. In vielen, ja fast den meisten Gemeinden sind die Friedhofsbetriebe inzwischen privatisiert oder teilprivatisiert. Das heißt städtische Tochterunternehmen haben als Eigenbetriebe der Stadt die Friedhöfe übernommen. Und diese Unternehmen müssen, so gut es geht, kostendeckend arbeiten.

Die Kosten für die Gräber errechnen sich, wenn man es mal ganz, ganz arg vereinfacht darstellt, so, daß man am Ende des Jahres die gesamten Kosten für das Friedhofswesen nimmt und durch die Anzahl der Bestattungen und der verkauften Gräber teilt. Nach einem bestimmten Schlüssel ergeben sich dann die Kosten für die verschiedenen Arten der Bestattung und der Gräber.

Fallen nun Bestattungen und Grabverkäufe weg, etwa weil aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung weniger gestorben wird, oder weil viele sich ein Grab im Wald kaufen, dann nehmen die Friedhöfe weniger ein. Auch weil immer mehr kleine und günstigere oder gar anonyme Urnengräber gekauft werden, sinken die Einnahmen.

Die Kosten für den Betrieb der Friedhöfe, die Löhne der Arbeiter, die Kosten für den Unterhalt der Maschinen und Trauerhallen usw. bleiben jedoch weitestgehend gleich.

Die Folge: Je weniger Bestattungen stattfinden und je weniger (teure) Gräber verkauft werden, umso teurer werden die einzelnen Bestattungen und Gräber.

Inzwischen liegen die Friedhofsgebühren bei durchschnittlich 2.400 Euro je Bestattung.

Und da kommen dann noch die Leistungen des Bestatters, die Blumendekoration und zusätzliche Ausgaben für Zeitungsannonce und Kaffeetrinken hinzu.

So kann eine Bestattung dann schnell zwischen 4.500 und 7.000 Euro kosten.

Die Leseranwältin der Frankenpost rät deshalb:

Viele Menschen sorgen bereits zu Lebzeiten vor. Entweder sind sie Mitglied in einem Feuerbestattungs- oder Sterbekassen-Verein oder sie haben eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen.

 

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