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Grabpflege als Vorsorgethema?

11.02.2016

Neulich schrieb ich hier im Ehrensacheblog über das Thema Grabpflege. Dazu erreichte mich ein Telefonanruf.

Ein Dame wollte wissen, wie man die Grabpflege über seinen Tod hinaus organisiert.

Die Frage ist verständlich. Obwohl die Dame keine Familie hat, die nach dem Grab sehen könnte, möchte sie dennoch ein solches haben.

Sie habe viele Bekannte und Freundinnen, erzählte die Frau, die gerne noch ein paar Jahre lang zu ihr ans Grab kommen möchten. "So ganz ohne Grabstätte möchte ich doch nicht gehen."

Wie bei ihr, so stellt sich für viele Menschen in ähnlicher Situation die Frage, wer denn nach dem Tod das Grab versorgt, die Bepflanzung pflegt und im Sommer gießt.

Hierfür gibt es eine sehr einfache Lösung: Die Dauergrabpflege.

Bei der Dauergrabpflege schließt man mit einem Bestattungsinstitut oder einer Gärtnerei einen Vertrag über mehrere Jahre ab.

Die Zahl der Jahre entspricht dabei der Laufzeit des Grabes.

Wird man also eines Tages ein Grab mit einer Laufzeit von 20 Jahren bekommen, so läuft die Grabpflege auch über 20 Jahre.

Der Gärtner rechnet nun aus, wieviel die Grabpflege pro Jahr kostet. Das richtet sich einerseits nach der Größe des Grabes und nach der Art und Intensität der Bepflanzung.

Es ist klar, daß ein kleines Urnengrab weniger kostet, als ein großes Familiengrab.

Auch kostet eine einfache Bepflanzung mit Dauergrün weniger als eine mit monatlich wechselnden saisonalen Blühpflanzen.

Viele bestimmen auch noch, daß an ihrem Geburtstag oder zu den Totengedenktagen etwas Besonderes zusätzlich aufs Grab gelegt wird.

So eine Grabpflege mit Grundversorgung, erstmaliger Anlage, Bewässerungsbetreuung und der zusätzlichen Bepflanzung kostet je nach Grab und Region zwischen 80 und 250 Euro pro Jahr.

Wie bei allem, gibt es nach oben fast keine Grenze.

Dieser Betrag wird mit der Anzahl der Jahre multipliziert und muß auf einmal aufgebracht werden.

Man zahlt diesen Betrag aber meist nicht an den Gärtner direkt, sondern über diesen an eine Genossenschaft oder Treuhandvereinigung.

Diese verwahrt das Geld und stellt sicher, daß die Grabpflege auch dann fortgeführt wird, wenn es den Gärtnereibetrieb vielleicht eines Tages nicht mehr gibt.

Es ist also ein guter Gedanke, sich bei der Entscheidung für eine Sterbegeldversicherung, auch an den Kosten für die Grabpflege zu orientieren.

 

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