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Droht auch Dir das Armenbegräbnis?

Der Nachrichtensender NTV machte mit dieser Schlagzeile und Meldung auf:

Armenbegräbnisse in Deutschland - Kommunen zahlen fast 60 Millionen

Die Kommunen in Deutschland haben im vergangenen Jahr rund 59 Millionen Euro für sogenannte Armenbegräbnisse erstattet. Am meisten gab mit 16,2 Millionen Euro dabei ... Nordrhein-Westfalen aus. (Es) folgten an zweiter und dritter Stelle Bayern mit Ausgaben von 6,9 Millionen Euro und Baden-Württemberg mit 5,3 Millionen Euro.

Die Zahl der Empfänger der Sozialbestattungskosten lag mit 23.010 Menschen ... zwar etwas unter dem Niveau des Jahres 2013, als 60,6 Millionen Euro ausgegeben wurden.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann sagte der Zeitung, sie erwarte aber aufgrund der zunehmenden Altersarmut und sich ausbreitender prekärer Beschäftigung einen weiteren Anstieg von Sozialbestattungen. "Angesichts der damit steigenden finanziellen Belastung der Kommunen ist zudem zu befürchten, dass die Kommunen die Kostenübernahme absenken könnten."

Nach dem Sozialgesetzbuch werden ... die erforderlichen Kosten ... übernommen, soweit (das) den Angehörigen nicht zugemutet werden könne...

Dabei werden Einkommen und Vermögen geprüft, später die erforderlichen Kosten für eine ortsübliche und einfache, der Würde des Verstorbenen entsprechende Bestattung übernommen.

ntv online

Mal mit klaren Worten:

Das Wort Armenbegräbnis ist schlicht und ergreifend eine journalistische Entgleisung und eine Frechheit all denjenigen gegenüber, die Bestattungskostenbeihilfe in Anspruch nehmen müssen.

Denn das Wort Armenbegräbnis impliziert, daß es sich um arme Menschen handelt. Und hier wiederum schließt ein Großteil der Leser sicher vorschnell, es handele sich vorwiegend um Personen, die ihr Leben und ihre Einkommenslage nicht auf die Reihe gebracht haben.

Aber genau das ist so nicht richtig!

Selbst wenn man sein ganzes Leben gut verdient hat, wenn man sein ganzes Leben gespart hat und im Alter eine schöne Rente bekommt, ist alles das schneller zunichte und verbraucht, als man denkt.

Krankheit, Pflegekosten und vor allem ein Heimaufenthalt sorgen mitunter binnen kürzester Zeit dafür, daß auch ein beträchtliches Sparguthaben schnell aufgebraucht ist.

Vor allem dann, wenn Demenz hinzu kommt und dem alten Menschen die Kontrolle seines Vermögens nicht mehr möglich ist.

Zwar gibt ein sogenanntes Schonvermögen extra für die Bestattung, aber wenn niemand Kontrolle ausübt, ist oft genug auch das weg.

Hinzu kommt, das kranke Menschen sich oft auch Hoffnungen in teure Therapien setzen, die von ihnen selbst bezahlt werden müssen. Auch dann ist rasch eine ordentliche Summe dahin.

Wer will ihnen das verwehren? In der Not klammert man sich an jeden Strohhalm.

Und: Solange der Staat meint, mit 8.50 € pro Stunde sei man ordentlich bezahlt, werden Jahr für Jahr immer mehr Rentner produziert, die sich eines Tages nicht mal eine vernünftige Bestattung leisten können.

Aber diese Menschen haben gearbeitet und sich abgemüht, nur kann bei 8,50 € nichts auf der hohen Kante landen.

Natürlich gibt es auch den sogenannten "Hartz-IV-Adel". Familien, die seit Generationen vom Sozialamt durchgefüttert werden. Irgendwer muß ja bei RTL für die vielen Blödsinns-Sendungen zur Verfügung stehen.

Aber diese Menschen machen bei den von NTV und den Nachrichtenagenturen "Armenbegräbnis" genannten Sozialbestattungen nicht den Löwenanteil aus. Es sind auch nicht die Obdachlosen und Pennbrüder, die hier groß an Zahl sind.

Nein, es ist ein bunter Querschnitt durch die gesamte Bevölkerung, vom Lehrer über den Bankkaufmann bis hin zu Hausfrau.

Ich habe es oft genug geschrieben: Früh mit einer günstigen Sterbegeldversicherung anfangen, geringe monatliche Beiträge zahlen und dann klappt's am Ende auch mit der anständigen Beerdigung!

 

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