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Die Urne zu Hause?!

29.09.2017

Immer mehr Hinterbliebene wünsche sich die Urne zu Hause auf dem Kaminsims oder beigesetzt im eigenen Garten. Das resultiert aus dem immer stärker werdenden Wunsch nach Individualität und der Verbundenheit zum Partner.

 

Zumal in der heutigen Gesellschaft die Familien über weite Regionen verteilt sind oder die älter werdenden Hinterbliebenen nicht immer mobil sind, ist eine Grabpflege über viele Jahre an einem festen Ort wie den Friedhof auch nicht immer durch Angehörige gewährleistet. Aus diesem Grund nimmt die Anzahl der anonymem Bestattungen immer weiter zu. So manchen Hinterbliebenen wird aber erst nach Jahren bewusst, dass ein Ort zum Trauern fehlt.

 

Mit der Urne zu Hause oder der Beisetzung auf dem eigenen Grundstück wäre ein fester Ort vorhanden und vielleicht der letzte Wunsch des Hinterbliebenen erfüllt. Nach dem deutschen Bestattungsgesetz ist dieses aber leider verboten.  

 

Es gibt viele Gründe die dafür und dagegen sprechen. Steht die Urne auf dem Kaminsims, ist diese nicht für jeden zugänglich. Gleiches gilt allerdings auch bei der anonymen Bestattung sowie bei der Seebestattung. Nachvollziehbar und ebenfalls dagegen spricht die ständige Auseinandersetzung mit dem Verlust, wenn man die Urne bzw. den Ort der Besetzung täglich ausgesetzt ist. Für die Trauerbewältigung und den Abschied ist der Friedhof wohl der passendere Ort.  

 

Unsere Nachbarn in den Niederlanden sind diesbezüglich liberaler ausgestellt. Hinterbliebene dürfen die Urne zu Hause aufstellen. Die Bestattungskultur und der Umgang mit dem Thema Tod und Trauer wird hier anders gelebt. Die Niederländer stehen den Themen offener gegenüber und sind auch besser Sterbegeld versichert. Theoretisch kann man den Leichnam in das niederländische Krematorium nach Slangenburg überführen. Das niederländische Bestattungsrecht erlaubt es, die Asche an die Angehörigen auszuhändigen. Wird die Urne jedoch wieder in Deutschland eingeführt, fällt sie auch wieder unter das deutsche Bestattungsgesetz. Die Urne muss dann auf einem Friedhof, befriedeten Wald oder auf hoher See beigesetzt werden. Die Rückführung der Urne mit der Asche des Verstorbenen nach Deutschland, um diese zu Hause in Deutschland aufzubewahren, stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

 

Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und diese finden wir im Bundesland Bremen, denn das Bestattungsgesetz ist Ländersache. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Hinterbliebene in Bremen die Asche der Verstorbenen auf einem privaten Grundstück verstreuen oder die Urne beisetzen.

 

Wir empfehlen Ihnen daher im Einklang mit dem Bestattungsgesetz die klassische Sarg bzw. Urnen Beisetzung auf einem Friedhof, in Verbindung mit einer Dauergrabpflege. Gerade für den Fall, dass man sich nicht um das Grab regelmäßig kümmern kann, gewährleistet die Dauergrabpflegevereinbarung über viele Jahre die Pflege des Grabes. Sprechen Sie Ihren Friedhofsgärtner des Vertrauens auf das spezielle Serviceangebot an. Die Kosten der Dauergrabpflegevereinbarung können mit einer Sterbegeldversicherung der SOLIDAR gegen Einmalbeitrag oder monatlich kleinen Beiträgen abgesichert werden.

 

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