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Der Starrsinn der Verbraucherschützer

Ein Leser des Ehrensacheblogs schreibt mir:

In der Onlineausgabe der Zeitschrift "Welt" kommen wie jedes Jahr jetzt wieder die Verbraucherschützer hervorgekrochen und propagieren alternative Absicherungen zur Sterbgeldversicherung. Ich frage mich so langsam, woher diese Form von Starsinn kommt.

www.welt.de/finanzen/article159301313/Bitte-beerdigen-Sie-Ihre-Sterbegeldversicherung.html

Gleichzeitig frage ich mich, wie viele Verbraucherschützer eine qualifizierte Ausbildung im Bereich Versicherungen genossen haben.

Man kann wirklich glauben, daß da Starrsinn dahinter steckt. Vielmehr ist es aber Faulheit.

Noch vor Jahren boten Lebensversicherungen hohe Rendite. Man durfte erwarten, daß sich das eingezahlte Kapital alle 10 Jahre fast verdoppelte.

Aber das war zu Zeiten, als auch Sparguthaben noch mit 2,9 - 4,5 % verzinst wurden. Diese Zeiten sind lange vorbei.

Im Vergleich mit damaligen Lebensversicherungen schnitt aus Sicht der Verbraucherschützer die Sterbegeldversicherung immer schlechter ab. Während man bei einer LV auch eine Million versichern kann, ist die sterbekasse immer auf einen überschaubaren Betrag begrenzt.

Während die LV hinterher satte Früchte trug, kommt es bei Sterbegeldversicherungen in ungünstigen Fällen auch zu einer gewissen Überzahlung. Das heißt: Wird man erst im Alter Mitglied der Versicherung und sichert man hoch ab, zahlt man u.U. geringfügig mehr ein, als später ausgezahlt wird.

Das ist aber vollkommen normal. Denn es handelt sich um eine Versicherung. So wie man sein Haus gegen die finanziellen Folgen eines Feuers versichern kann, kann man seine Nachkommen mit einer Sterbegeldversicherung vor den hohen Kosten einer Bestattung schützen.

Und die Sterbekasse zahlt auch, wenn man wenige Jahre nach Abschluß der Police schon stirbt und noch kaum etwas eingezahlt hat.

Man erkauft sich also diese Sicherheit, daß am Ende dann die Beerdigung bezahlt wird.

In den allermeisten Fällen aber, kommt bei der Sterbegeldversicherung durch Zuschüssen, Anteile und Verzinsung hinterher ordentlich mehr heraus, und im Falle eines Unfalls zahlt sie sogar das Doppelte.

So gesehen fuhren die Verbraucherschützer immer ganz gut, wenn sie die Sterbegeldversicherung hinsichtlich ihrer Rendite im Vergleich zur LV verdammten. Es gab immer bessere Möglichkeiten, Geld anzulegen.

Nur ist die Sterbeversicherung dafür gar nicht gemacht. Es kann ordentlich was dabei herumkommen, muß aber nicht; dafür zahlt sie verläßlich die Bestattung.

Und diese Meinung hat sich in den Köpfen der Verbraucherschützer festzementiert. Inzwischen ticken die Uhren anders. Die Lebensversicherungen sind so ertragsschwach geworden, daß die meisten Konzerne sie gar nicht mehr anbieten. Die LV ist schlicht und ergreifend ein Zuschußgeschäft geworden und lohnt sich nicht mehr.

Anders ist das bei der Sterbegeldversicherung.

Sie ist vor diesem Hintergrund viel interessanter geworden, vor allem, weil das Geld weitestgehend sicher ist vor dem Zugriff des Sozialamtes.

Obwohl die Sterbegeldversicherung inzwischen hochinteressant ist, sind die Verbraucherschützer wie Wiederkäuer. Sie kauen das Thema wieder und wieder durch, denken nicht nach und verbreiten jedes Jahr diese alte Sülze.

Tatsächlich gibt es zur Sterbegeldversicherung keine vernünftige Alternative. Sie ist günstig, simpel abzuschließen und zuverlässig.

 

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