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Der Bestatter hat gar keinen Laden - was nun?

15.02.2016

Eine Dame war am Telefon ganz aufgeregt. Sie hatte aus den gelben Seiten einen Bestatter ausgewählt, um ihren Bruder bestatten zu lassen.

Der Bestatter ist dann zu der Anruferin ins Haus gekommen und hat sie beraten. Aus einem Katalog konnte sie alles Benötigte auswählen.

Überhaupt ist der Sterbefall in Gänze ordnungsgemäß abgewickelt worden.

Als die Dame die Rechnung des Bestatters begleichen wollte, stellte sie fest, daß dieser kein eigenes Bestattungshaus hat, sondern seine Geschäfte von einem kleinen Zimmer in seinem Wohnhaus abwickelt.

"Der ganze Laden von dem bestand nur aus einem Laptop und einer Schreibmappe."

Sie ist nun sehr aufgeregt darüber und meint, übers Ohr gehauen worden zu sein.

Ich kann die Dame beruhigen.

Es ist nichts Ungewöhnliches, daß ein Bestatter über keine eigene Logistik verfügt.

Zwar haben die meisten Bestatter einen eigenen Bestattungswagen und eine eigene technische Abteilung für die Versorgung der Verstorbenen, sowie einen Ausstellungsraum und ein Lager.

Jedoch gibt es auch zahlreiche Bestatter, die etwas despektierlich "Wohnzimmerbestatter" genannt werden.

Sie bieten den gleichen Leistungsumfang wie die anderen, verfügen aber im Gegensatz zu denen nicht über die entsprechenden Räumlichkeiten und auch meist nicht über ein Bestattungsfahrzeug.

Stattdessen liegt ihr Tätigkeitsschwerpunkt in der Beratung, der Erledigung der Formalitäten und der Organisation.

Die rein technischen Tätigkeiten vergeben sie an Subunternehmer, die stellvertretend für sie den Verstorbenen überführen und einbetten.

Das ist wirklich nichts Ungewöhnliches und gibt auch keinen Anlaß zur Sorge oder Zweifel.

Wie man aus den Schilderungen der betroffenen Dame entnehmen konnte, war sie ja auch durchweg mit den Leistungen dieses Bestatters zufrieden.

Vom Grundansatz her bedeutet bestatten ja, jemanden an den rechten Ort zu bringen, an die letzte Statt.

Genau das hat der Bestatter ja getan, auch wenn vielleicht der Fahrdienst von jemand anders übernommen wurde und wenn er die Särge von einem anderen Unternehmen bezieht.

 

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