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Das Sterbegeld von der Krankenkasse kommt nicht wieder - Leichenschau muß man selbst bezahlen

Die Fraktion der Partei "Die Linken" hatte eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt.

Die Linken wollten von der Regierung wissen, ob die Übernahme insbesondere der Leichenschaukosten zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören.

Beim Tod eines Menschen besteht die gesetzliche Pflicht, einen Arzt zur Feststellung des Todes zu hinzuzuziehen. Der Arzt stellt dann auch die Leichenschaubescheinigung und die Todesbescheinigung aus.

Dafür stellt er eine Rechnung an die Angehörigen.

Diese Rechnungen seien aber undurchsichtig und viele Angehörige würden diese ungeprüft bezahlen, obwohl viele Ärzte unerlaubterweise Rechnungspositionen aufführen, die nicht zutreffen.

Hierbei machen sich die Ärzte, entweder absichtlich oder aus Unkenntnis, die GOÄ, also die Gebührenordnung für Ärzte zunutze.

In ihr sind die Gebühren für einzelne Dienstleistungen des Arztes gereglt. Auf die Endsumme kommt der Arzt oft durch die Kombination verschiedener Gebührenpositionen, da die ärztliche Kunst nicht pauschal beschrieben werden kann.

Und so kommt es, daß Ärzte bei der Abrechnung einer Leichenschau oft Positionen zusammenrechnen, die so nicht abgerechnet werden können.

Die Folge: Die Angehörigen zahlen zuviel.

Deshalb fragten die Linken bei der Regierung nach, ob nicht die gesetzliche Krankenkasse diese Kosten trage oder tragen könne.

In der Antwort der Regierung heißt es, dass für die Regelungen des Bestattungswesens die Bundesländer verantwortlich seien.

Üblicherweise sei es aber so geregelt, dass die Kosten für Todesfeststellung und Totenschein von denjenigen zu tragen sind, die auch für die Bestattung sorgen.

Die Kosten für den Totenschein werden, so die Bundesregierung, nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet.

Sollte es hier zu Unklarheiten über die Höhe dieser Kosten kommen, könnten die Hinterbliebenen jederzeit die Rechnung von der zuständigen Landesärztekammer prüfen lassen.

Die Regierung wies auch noch einmal darauf hin, daß es seit 1. Januar 2014 kein Sterbegeld mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung gibt.

Dieses sei im Rahmen des GKV-Modernisierungsgesetzes gestrichen worden, um die finanzielle Situation der GKV zu stabilisieren.

Wichtig: Die Regierung wies darauf hin, daß auch eine Wiedereinführung dieses Sterbegeldes nicht vorgesehen sei.

 

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