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Darf die Rechnung vom Bestatter höher sein als das Angebot?

23.03.2015

Normalerweise läuft die Abwicklung des Geschäfts mit einem Bestatter so ab: Man läßt sich vom Bestatter beraten und äußert seine Wünsche und Vorstellungen. Der Bestatter notiert diese Wünsche und händigt den Kunden eine Kostenaufstellung nach bestem Wissen und Gewissen aus.

Dann führt der Bestatter auftragsgemäß die Bestattung durch und erstellt im Anschluß eine Rechnung.

Hat sich nun, zwischen Auftragserteilung und Auftragserfüllung nichts, aber auch nicht das Geringste geändert, gibt es keinen Grund, daß die Rechnung höher ausfällt, als ursprünglich in der Kostenaufstellung bzw. im Angebot genannt.

Allerdings habe ich bei Tausenden von Sterbefällen nur ganz weniger erlebt, bei denen dann nicht doch noch irgendwelche Änderungswünsche geäußert wurden. Mal sollten es andere Blumen sein, mal kam noch eine Zeitungsanzeige hinzu, mal wurde ein anderer Trauerprediger gewünscht, mal sollte es ein besonderer Musiker sein.

Auch Dinge, die der Bestatter vorher nicht absehen kann, können die Bestatterrechnung beeinflussen. So wird der Bestatter bei allen Positionen die Standardwerte einsetzen. Stellt sich dann noch heraus, daß es doch eine Nachtüberführung werden soll, oder muß der Bestatter unerwarteterweise mehrmals Fahrten unternehmen, oder kommen andere Unwägbarkeiten hinzu, dann kann sich natürlich das Preisgefüge ändern.

Abweichungen von 5-10% durch solche Unwägbarkeiten sind üblich und nicht zu beanstanden.

Aber aufgepaßt!

Viele Bestatter wähnen sich als gewerbeorientierte Handwerker und nennen, wie im Großhandel, nur Nettopreise!

Nach deutschem Recht müssen aber Anbieter von Waren und Dienstleistungen, die an Endverbraucher liefern und leisten, absolute Bruttopreise inkl. Mehrwertsteuer nennen.

Manche Bestatter tun das nicht! Da stehen Särge für 500 Euro in der Ausstellung, sind auch so ausgezeichnet und werden auch so angeboten und auf der Rechnung sind es dann auf einmal 95 € mehr!

Das ist nicht korrekt.

Eine solche Rechnung sollte sofort angefochten werden.

Der Verbraucher muß nur den Preis bezahlen, der ihm genannt wurde, und er darf sich blind darauf verlassen, daß das auch die absoluten Endpreise sind.

 

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