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Christliche Begräbnisse vorherrschend

10.07.2017

"Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub".

Diese liturgische Formel spricht der Geistliche als letzte Worte  und symbolisiert, dass der Mensch dorthin zurückgehen soll, wo er hergekommen ist. Der Ursprung dieses Gedanken liegt in der Schöpfungsgeschichte. Dort wird beschrieben, dass Gott den ersten Menschen aus Lehm geschaffen hat. Dabei wirft er traditionell drei Handvoll Erde auf den Sarg. Die Zahl "drei" hat im Christentum eine besondere Bedeutung und steht z.B. für die Dreifaltigkeit von Gott.

Christliche Werte sind in unserer heutiger Zeit nicht mehr so vordergründig präsent wie dies früher der Fall war. Das kommt auch in der hohen Anzahl von Austritten aus der Kirche zum Ausdruck. Wie wirkt sich das auf die Bestattungskultur aus? In 2015 gab es bei ca. 925.000 Todesfällen nur noch 604.260 kirchliche Bestattungen, dies entspricht einem Anteil von 65%.  Insgesamt 35% der Beerdigungen waren rein weltlich und ohne kirchlichen Beistand ausgestaltet.

Bei weltlichen Bestattungen spricht meist ein professioneller Trauerredner, der auf Wunsch vom Bestattungshaus vermittelt wird. Gute Trauerredner gehen sehr gefühlvoll auf den Verstorbenen und die Angehörigen ein, was auch den Geistlichen sehr gut gelingt, zumal wenn sie den Verstorbenen aus der Gemeindearbeit persönlich kannten.

Der gestiegene Anteil weltlicher Bestattungen ist auch ein Ausdruck des Wandels unserer Bestattungskultur. Würdig und pietätvoll sind zweifelsfrei beide Formen.

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