Direkt Beitrag berechnen

Ihr Beitrag

Tarif 18
nur 0 € monatlich
Tarif 19
nur 0 € monatlich
Tarif EB
0 € einmalig

Bismarcksche Sozialgesetzgebung

16.08.2017

Die Sozialversicherung in Deutschland wurde ursprünglich am Ende des 19. Jahrhunderts im Deutschen Kaiserreich gegründet. Reichskanzlers Otto von Bismarck war für die Einführung der Arbeiterversicherung verantwortlich. Mit der Industrialisierung wanderte die Bevölkerung vom Land ab und zog in die Städte. Die damalige Wohnungsnot und die Situation in den Fabriken forderten ein staatliches Fürsorgesystem. Mit der Industrialisierung, Verstädterung und Verarmung großer Bevölkerungsteile wollte man die Menschen mit dem Fürsorgesystem vom sozialistischen Gedankengut fernhalten. Mit der Thronrede von Kaiser Wilhelm I., zur Eröffnung des Reichstags, forderte diese die staatliche Fürsorge für die Bevölkerung ein. Der Reichstag verabschiedete dann am 15. Juni 1883 das Krankenversicherungsgesetz. In den darauffolgenden Jahren kamen das Unfallversicherungs- und das Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz hinzu und wurden zusammen auch als Bismarcksche Sozialgesetzgebung bekannt.    

 

Die gesetzliche Krankenversicherungspflicht wurde für gewerbliche Arbeiter eingeführt. Damit hatten die Versicherten einen Rechtsanspruch auf Sachleistungen wie freie ärztliche Behandlung, Arzneimittel sowie Geldleistungen wie beispielsweise Krankengeld und Sterbegeld. Schon zur damaligen Zeit durften die Krankenkassen Mehrleistungen anbieten und auch Familienangehörige aufnehmen.  

 

Mit den Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung im 21. Jahrhundert wurde unter anderem das Sterbegeld im Jahr 2004 ersatzlos aus dem Leistungskatalog gestrichen. Der Staat hat somit einen Teil seiner Verantwortung an die Bürger zurückgegeben. Damit hat die private Vorsorge und der Abschluss einer Sterbegeldversicherung der SOLIDAR noch eine wichtigere Bedeutung als früher gewonnen und ist ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge.    

Zurück


Archiv