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Bestattungsvorsorge Teil 3 - Auf ein Tässchen Kaffee zum Bestatter

23.02.2015

Im ersten Teil meiner kleinen Serie über Vorsorge ging es um den Gedankenaustausch mit der Familie. Im zweiten Teil sprach ich Über Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament.

Heute geht es um die Bestattungsvorsorge an sich.

Muß das ein Gang nach Canossa sein?

Frauen sehen das, einer Umfrage im Bestatterweblog nach, eher als eine Notwendigkeit, mit der man sich eine Sorge vom Hals schafft. Männer hingegen denken wohl eher, das ginge sie alles nichts an, und würden das Thema am liebsten gänzlich ausblenden.

Dabei ist überhaupt nichts Schlimmes daran zu finden, diesen Schritt zu gehen.

Suchen Sie sich die Adressen von ein paar Bestattern in Ihrer Gegend. Eine gute Hilfe kann hierbei die Bestattersuche im Bestatterweblog sein, dort genügt die Eingabe der Postleitzahl oder des Wohnortes und die Adresse von empfehlenswerten Bestattern wird angezeigt.

Danach machen Sie einen Termin bei einem der Bestatter und besuchen ihn in seinem Bestattungshaus. Sind Sie nicht mehr gut zu Fuß, bieten viele Bestatter auch Hausbesuche an. Zu bevorzugen ist jedoch immer der Besuch im Bestattungshaus, so können Sie sich einen Eindruck von den Geschäftsräumen machen und die eventuell angebotenen Waren auch direkt in echt anschauen.

Was sollen Sie bei diesem Bestatter nur tun?

Es geht darum, daß Sie, nachdem Sie nun schon mit der Familie oder einer vertrauten Person über ihre Bestattung gesprochen haben und vielleicht auch schon die im zweiten Teil beschriebenen Unterlagen aufgesetzt haben, nun mit dem Bestatter einmal über alles zu sprechen.

Im Prinzip läuft alles so ab, als sei jemand gestorben. Man sucht sich einen Sarg, die Sargdecke, vielleicht auch eine Urne und eine Grabart aus. Gibt es bereits ein Grab in der Familie, kann der Bestatter prüfen, ob darin noch weitere Plätze frei sind oder ob ein neues Grab angeschafft werden muß. Da Sie sich aktuell nicht in Trauer befinden, kann dieses Gespräch, trotz des makabren Umfelds, in einer gelösten Stimmung stattfinden. Da ist nichts Düsteres oder Unheimliches dabei, sie werden sehen!

Sie müssen auch noch keinen Vertrag unterschreiben! Wichtig ist, daß der Bestatter eine Vorsorgeakte für Sie anlegt, in der alles niedergeschrieben ist, was Sie sich wünschen.

Am Ende des Gesprächs erhalten Sie vom Bestatter einen Vorsorgeausweis, den Sie bitte nun bei ihrem Personalausweis ständig mit sich führen.

Sollte eines Tages etwas passieren, dann weiß man sofort, daß dieser Bestatter über alle weiteren Schritte informiert ist.

So ein Gespräch ist wirklich nicht schlimm und es beschwört auch nicht den baldigen Tod, nur weil man sich einen Sarg ausgesucht hat.

Versuchen Sie es mal! Die meisten Bestatter kochen super guten Kaffee!

Ach so, noch ein Tip: Ich hatte Ihnen ja geraten, sich mehrere Bestatteradressen herauszusuchen. Sollte Ihnen der erste Bestatter nicht behagen, sollte er nicht auf Ihre Wünsche eingehen wollen oder sollten Sie ein schlechtes Bauchgefühl haben, dann trinken Sie den Kaffee in Ruhe aus und sagen Sie, daß Sie sich das alles erst einmal durch den Kopf gehen lassen wollen und verabschieden sich. Besuchen Sie dann den nächsten Bestatter auf der Liste!

Nehmen Sie den ersten Bestatter nur, wenn rundherum alles stimmt. Beim geringsten Zweifel gehen Sie lieber noch zu ein paar anderen!

 

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