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Bestatter war viel zu teuer

11.10.2016

Frau Lieblanger hatte bei Bestatter Huber die Beerdigung ihres Mannes in Auftrag gegeben.

Bestatter Huber hatte den Verstorbenen in der 50 km entfernten Kreisstadt aus dem Krankenhaus abgeholt. Der Verstorbene wurde in die Räume des Bestatters gebracht, dort hygienisch versorgt und in den Sarg gebettet.

Danach nahm die Familie Lieblanger in der Aufbahrungszelle des Bestattungshauses am offenen Sarg vom Verstorbenen Abschied.

Huber brachte den Sarg dann auf den Friedhof. Geliefert hat er eine Truhe aus Eichenholz, dunkel gebeizt mit Schnitzereien für 1.900 €.

Der Sarg wurde im Anschluß an eine Trauerfeier auf dem Friedhof im Heimatort der Familie in einem neu erworbenen Familiengrab beigesetzt.

Die Rechnung, die Bestatter Huber der Witwe Lieblanger schickte, belief sich auf 11.981,- €.

Das war der Witwe zu viel. Sie bat mich um Hilfe und gab an, der Bestatter habe sie von Anfang an über die Kosten im Unklaren gelassen.

Sie fügte die Rechnung über 11.981,- € und einen Kostenvoranschlag über 4.988,- € bei.

Ich überprüfte die Rechnung und komme zu folgendem Ergebnis:

1. Die Rechnung des Bestatters unterteilte sich in den Bereich "Eigene Lieferungen und Leistungen" und "Verauslagte Beträge".

2. Der Teil "Eigene Lieferungen und Leistungen" belief sich inkl. Mehrwertsteuer auf 5.011,- Euro.

3. Der Teil "Verauslagte Beträge" belief sich auf 6.970,- Euro.

Damit war klar, der Kostenvoranschlag des Bestatters war niedriger als die endgültige Rechnung. Bei seinen eigenen Leistungen hatte der Bestatter 23,- Euro mehr berechnet.

Das liegt vollkommen innerhalb des Rahmens, in dem sich eine Rechnung von einem Kostenvoranschlag bewegen darf. Hinzu kommt, daß der Bestatter gar keinen Kostenvoranschlag erstellt hatte, sondern eine Kostenübersicht. Auf diesem Blatt heißt es: "Sie erhalten diese erste Kostenübersicht zur allerersten Orientierung. Die Endrechnung kann hiervon auch erheblich abweichen, da wir die genauen Umstände des Auftrags zu diesem Zeitpunkt noch nicht kennen. Diese Übersicht beinhaltet nur unsere Kosten."

Das ist so richtig und sehr transparent erklärt. Wenn Angehörige zu einem Bestatter kommen, ist tatsächlich vieles noch nicht bekannt und die tatsächlichen Kosten ergeben sich erst während der Abwicklung des Sterbefalls.

Der Teil "Verauslagte Beträge" umfaßt die Friedhofsgebühren, den Ankauf des Grabes mit rund 3.000 Euro und einen Grabstein, sowie alle anderen kirchlichen und hoheitlichen Gebühren und die Todesanzeige in der Zeitung.

Diese Kosten hat der Bestatter nicht verursacht und vereinnahmt das Geld auch nicht für sich. Er hat diese Beträge vielmehr für die Angehörigen ausgelegt und fordert sie nun ein.

Die Entscheidung für ein teures Familiengrab und den Grabstein hat die Familie Lieblanger selbst getroffen. Für die Kosten ist der Bestatter nicht verantwortlich.

Angesichts des teuren Sarges, den die Familie aus freien Stücken gewählt hat, und der mit 1.900 Euro zu Buche schlägt, ist gegen die Bestatterrechnung überhaupt nichts einzuwenden.

 

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