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An den letzten Schritt denken - Ehrensache

05.05.2015

Mal Hand aufs Herz! Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie das eines Tages bei Ihrer Beerdigung ablaufen soll? Wenn es Ihnen völlig egal ist, was mit Ihnen passiert und wenn Sie Ihre Hinterbliebenen im Regen stehen lassen wollen, dann brauchen Sie ab hier nicht weiterzulesen.

Falls Sie aber denken, daß es Ehrensache ich, auch für den letzten Weg gerüstet zu sein, dann lesen Sie bitte weiter!

Es geht in diesem Artikel nicht darum, daß Sie umfassend über den Tod nachdenken müssen.

Dieses Thema klammern wir alle gerne aus.

Es geht in diesem Artikel auch nicht darum, daß Sie mit viel Pomp und allerlei Firlefanz unter die Erde gebracht werden.

Die Bestattungskultur ist im Wandel und eine einfache, würdevolle Bestattung ist keine Schande.

Es geht in diesem Artikel auch nicht darum, daß Sie jetzt viel Geld aufbringen müssen.

Denn eine Sterbegeldversicherung ist günstiger als Sie vielleicht denken und belastet einen nicht auf einen Schlag mit 5-stelligen Unsummen.

Gerade im Moment machen die Bestatter wieder viel Reklame zum Thema Bestattungsvorsorge.

Das ist auch gut und richtig so. Denn das Thema gehört zu den großen Tabuthemen unserer Gesellschaft und muß immer mal wieder angesprochen werden.

Aber naturgemäß zäumen Bestatter das Pferd von einer anderen Seite auf. Sie sehen in erster Linie ihre Dienstleistung und ihre Warenlieferungen und machen sich in zweiter Linie Gedanken um die Finanzierung.

Viele Bestatter bieten an, den gesamten Betrag auf eines ihrer sicheren Konten oder auf ein Treuhandkonto einzuzahlen.

Diese schlecht verzinste Möglichkeit ist eine Alternative für diejenigen, die das Geld auf einen Schlag übrig haben und die bereit sind, in Kauf zu nehmen, daß die Inflation und Geldmarktentwicklung das Guthaben vielleicht irgendwann auffrißt oder zumindest anknabbert.

Klar ist: Wer vorsorgt, der entlastet seine Hinterbliebenen. Man nimmt ihnen schwere Entscheidungen ab, vermeidet ein großes Trauerloch, das durch Unwissenheit entstehen kann; und man nimmt ihnen die finanzielle Last.

Als Belohnung dafür bekommt man das gute Gefühl, alles erledigt zu haben.

Bei einem Bestatter eine Vorsorge zu machen, hat viele Vorteile.

Doch einen Nachteil darf man nicht vergessen: Wir sind heute viel mobiler, als unsere Vorfahren. Wer sagt, daß wir eines Tages überhaupt noch an dem Ort wohnen, wo der Bestatter sein Geschäft hat?

Mit einer Sterbegeldversicherung ist man da auf der sicheren Seite. Sie zahlt immer, egal wo Sie im Alter einmal hinziehen werden.

Eine Leserin rief bei mir an und wollte wissen, ob es richtig sei, daß man nur bei einem so genannten zertifizierten Bestatter auf der sicheren Seite sei.

Nun, das ist so eine Sache. Berufsverbände können für ihre Mitglieder Verpflichtungen und Regeln aufstellen und dieses Regelwerk durchaus zertifizieren lassen. Manche Berufsverbände vergeben an ihre Mitgliedsbetriebe auch Siegel, Gütezeichen, Plaketten und Schilder.

Aber Papier ist geduldig, Schilder sind es auch.

Wie es im Herzen eines Bestatters aussieht, kann ein Schild nicht wiedergeben.

Und wenn man sich einem Menschen für den letzten Weg anvertraut, dann sollte vor allem das Bauchgefühl stimmen. Man sollte sich gut aufgehoben und verstanden fühlen. Ein Gütesiegel im Fenster besagt zu diesem Thema gar nichts. So ein Schild zeigt einiges, aber nichts über die Menschlichkeit der Leute, die in diesem Betrieb arbeiten.

Grundsätzlich würde ich meine Bestatterwahl nicht von irgendwelchen Abzeichen abhängig machen wollen.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben mir gezeigt, daß es gerade unabhängige Bestatter waren, die ich meinem Umfeld wunderbare Bestattungen ausgerichtet haben. Und ein kleinerer Verband, der Verband unabhängiger Bestatter, hat erst in den letzten Tagen gezeigt, daß er sehr wirkungsvoll auf eines seiner Mitglieder eingewirkt hat, das etwas über die Stränge geschlagen hatte.

Ein anderer Leser wollte gerne wissen, ab welchem Alter denn eine Bestattungsvorsorge sinnvoll ist oder wird.

Tja, was soll man da sagen? Je früher, desto besser, denn eine früh abgeschlossene Sterbegeldversicherung hat deutlich niedrigere Beiträge.

Tritt man erst im hohen Alter ein, muß man auch bedeutend höhere Beiträge bezahlen.

Natürlich gibt es ein gewisses Alter, vielleicht so ab Fünfzig, in dem man eher mal über das Lebensende nachdenkt. Wenn das der Fall ist, dann sollte man sofort diese drei Dinge tun:

1. Mit seinen Angehörigen einfach mal über das Thema sprechen. Was wünsche ich mir? Was will ich auf keinen Fall?

2. Dann eine Sterbegeldversicherung abschließen. Dann ist nämlich das Thema Finanzen auch geklärt und man braucht sich darüber keine Sorgen mehr zu machen.

3. Bei einem Bestatter in nettem Gespräch mal alles durchsprechen. Sie haben dann die Ideen aus dem Familiengespräch und die finanzielle Absicherung schon parat.

Das ist doch wirklich nicht viel Aufwand, oder?

Und Vorsorge ist Ehrensache!

 

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